Bundesliga-Transfers : Wenn Vereine zu Marionetten werden

Der Wechsel von Pierre-Emerick Aubameyang von Borussia Dortmund zum FC Arsenal ist fix.
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Der Wechsel von Pierre-Emerick Aubameyang von Borussia Dortmund zum FC Arsenal ist fix.

Ob Aubameyang oder Arp – die Transfers nehmen kuriose Züge an. sh:z-Sportchef Jürgen Muhl kommentiert den Millionen-Poker im Fußball .

shz.de von
31. Januar 2018, 11:54 Uhr

Fünf Millionen Euro brutto reichen dem Dortmunder Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang nicht. Der Millionär lebt angeblich über seine Verhältnisse. Wozu schon einiges gehört. Damit der Profi aus dem afrikanischen Land Gabun wieder zu Geld kommt, tritt er in den Streik, will für den BVB nicht mehr auflaufen und unterschreibt einen Vertrag bei Arsenal London für 10 Millionen Euro im Jahr. Netto. Und das, obwohl er in Dortmund seinen Vertrag bis 2021 erfüllen müsste. Die Borussia aber macht das Spiel mit und kassiert eine Transferentschädigung von 63,75 Millionen Euro für den Stürmer, wie der Fußball-Bundesligist bekanntgab. Der BVB akzeptiert die Erpressung. Verträge sind Schall und Rauch.

Hamburgs Jann-Fiete Arp. /Archiv
Foto: Christian Charisius
Hamburgs Jann-Fiete Arp. /Archiv
 

Der HSV will sein Talent Fiete Arp halten. Verständlich. Ganze zwei Tore hat der 18-Jährige bislang erzielt. Damit es mehr werden, vervierfacht der klamme HSV sein Angebot. Von 500.000 Euro auf zwei Millionen. Fiete und sein Vater prüfen die Offerte. Die Vereine sind den Profis ausgeliefert. Sie sind nur noch Marionetten.

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