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Bundesliga-Kolumne : Welt-Spiel und Quoten-Bringer: Das war der 24. Spieltag

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Bayern gegen Dortmund wird in 208 Länder übertragen. Andere Begegnungen stehen dem Welt-Spiel aber in nichts nach.

Nur Tore fehlten: Sky-Edelreporter Marcel Reif und auch die vielen Ex-Profis, die für den Bezahlsender arbeiten, gaben sich alle Mühe, das Spitzenspiel der Bundesliga zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München mit außergewöhnlichen Qualitätsmerkmalen zu versehen. Hatte doch der Fußballkanal das Aufeinandertreffen der beiden deutschen Gladiatoren in 208 Länder verkauft. Ein Weltspiel also. Ein prima Geschäft für Sky. Eben mit der Bundesliga, die sich auch von den merkwürdigen Vorgängen in ihrem Dachverband DFB nicht erschüttern lässt und auf dem Spielfeld weitaus bessere Nachrichten produziert, als es dem Verband bei der Aufklärung früherer Geldschiebereien gelingt. Was sich bis heute nicht geändert hat, ist die Versorgung untereinander mit lukrativen Posten in der DFB-Zentrale. So verdiente der unterhalb von Ex-Boss Niersbach angesiedelte Sekretär Stefan Hans rund 400  000 Euro im Jahr. Jetzt klagt der inzwischen geschasste Mitarbeiter auf eine Millionenabfindung.

 

Beim Weltspiel handelte es sich um ein statisches Aufeinandertreffen der beiden deutschen Spitzenclubs, die sich keine Blöße gaben. So wie es häufig ist, wenn es zwei Mannschaften miteinander zu tun haben, deren Spielstärke und Philosophie weitgehend identisch sind. So war es am Sonnabend in Dortmund. Mit dem Ergebnis, dass die Bayern wohl nicht mehr einzuholen sind. Die erste Heimniederlage dieser Saison gegen Mainz 05 war ein Aussetzer. Mehr nicht.

 

Sehenswerte Spiele: Es war endlich einmal wieder ein Spieltag, der auch außerhalb von Dortmund einen Besuch wert war. Tore am laufenden Band. Dazu auch bemerkenswerte Auftritte. Wie beim Schalker Auswärtssieg in Köln. Beide Mannschaften zeigten Fußball auf anspruchsvollem Niveau. Eindrucksvoll ging es in Bremen zu, wo Werders Altmeister Pizarro deutlich dokumentierte, nicht absteigen zu wollen. Werder ist auf dem besten Weg zum Klassenerhalt. Hoffenheim hofft noch, Eintracht Frankfurt steckt mittendrin im Abstiegssumpf und hat sich gestern nach langem Zögern von Armin Veh getrennt. Wochenlang versicherte die Frankfurter Führung – zuletzt am Mittwoch – , man denke nicht an Trennung. Welch eine Heuchelei. Bei den Fans waren Vehs Sympathiewerte bereits nach der Hinrunde auf den Nullpunkt gesunken. Rund 30 Kilometer südlich von Frankfurt sieht es ganz anders aus: Darmstadt-Coach Dirk Schuster genießt auch im Abstiegskampf höchstes Vertrauen. Verfügen die Südhessen doch über den geringsten Etat mit einer Höhe wie bei Holstein Kiel in der dritten Liga. Würde Darmstadt den Klassenerhalt schaffen, wäre es ein kleines Fußball-Wunder. Das Thema Hannover 96 hat sich wohl erledigt. Thomas Schaaf steht kurz vor dem ersten Abstieg in seiner Karriere.

 

Das reicht, HSV: Während die erste Halbzeit einer Schlaftherapie glich, nutzte der HSV im zweiten Abschnitt zweimal Unaufmerksamkeiten in der Hertha-Abwehr. 31 Punkte bei noch neun ausstehenden Spielen. Es ist so gut wie sicher, dass der Hamburger SV auch in der nächsten Saison der Eliteliga angehört. Nicht nur im Norden ist die Freude groß. Noch immer ist der HSV einer der besten Quotenbringer im deutschen Fußball.

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erstellt am 07.Mär.2016 | 08:07 Uhr

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