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Fußball : Vor UEFA: Mehr Bewerber als erwartet für EM 2020

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Für die Fußball-EM 2020 gibt es nach DFB-Angaben deutlich mehr Anwärter als erwartet. Generalsekretär Helmut Sandrock verriet, dass es insgesamt 32 Bewerbungen für die 13 Ausrichtungsorte dieser ersten pan-europäischen EM gebe.

Es seien «viel mehr, als ich persönlich gedacht habe und wohl auch mancher bei der UEFA», sagte Sandrock einen Tag vor der offiziellen Bekanntgabe der Kandidaten bei der Exekutivsitzung des europäischen Verbandes UEFA in Dubrovnik. Bislang war man beim Deutschen Fußball-Bund von rund 25 Interessenten ausgegangen.

Der deutsche Fußball-Bund selbst geht mit München als möglichem Austragungsort ins Rennen. Der DFB hat sich sowohl für das Finalpaket mit den beiden Halbfinals und dem Endspiel als auch mit der Option, drei Vorrundenspiele und ein Viertelfinale auszurichten, beworben. Die Türkei gilt als Favorit auf das Finalpaket, für das laut Sandrock sieben Bewerbungen bei der UEFA eingegangen sind.

Die zweitägige Exekutivsitzung in Dubrovnik verspricht noch aus einem anderen Grund Spannung: Zumindest zum Auftakt am Donnerstag hat der europäische Fußball im Streit um die Verlegung der umstrittenen WM 2022 in Katar noch keine einheitliche Linie gefunden.

Die 54 nationalen Verbände der UEFA sprachen sich in der kroatischen Hafenstadt zwar eindeutig für eine Verschiebung des Turniers in den Winter aus. Die Vertreter der Ligen, der Vereine und der Spieler stellten sich aber zunächst quer. «Es gibt kein Agreement», bestätigte Theo van Seggelen von der internationalen Spielergewerkschaft «FIFpro» der Nachrichtenagentur AP.

Spielervertreter und Vereine sind dabei nicht grundsätzlich gegen eine Verlegung, wie bereits am Vortag der Vorschlag von Karl-Heinz Rummenigge zeigte. Bayern Münchens Vorstandschef plädierte dafür, statt im November oder Januar im April zu spielen. Beide Parteien fordern jedoch ein Mitspracherecht bei einer möglichen Verlegung und eine breit angelegte Debatte darüber. «Wir wollen in diese Diskussion involviert werden», meinte van Seggelen. Auch der Niederländer Frank Rutten betonte als einer von vier Vertretern der europäischen Ligen in Dubrovnik: «Das einzige, was wir sagen, ist: Man sollte eine Entscheidung erst nach ordentlichen Beratungen fällen.»

Spielervertreter, Ligen, Vereine und Verbände setzten sich am Donnerstag als Mitglieder des «Strategy Council» der UEFA zusammen. Die Verbände konnten sich nicht mit ihrem Vorschlag durchsetzen, dem UEFA-Präsidenten Michel Platini das ausdrückliche Mandat zu erteilen, bei der Sitzung des Exekutivkomitees des Weltverbandes FIFA (3./4. Oktober) für eine Verlegung der WM in den Winter zu stimmen.

Platinis Ziel in Dubrovnik ist, einen einheitlichen europäischen Terminvorschlag für die WM 2022 zu finden. Der Franzose tendiert zu einer Verlegung in den Januar, FIFA-Chef Sepp Blatter sprach sich zuletzt für den Zeitraum November/Dezember aus. Vereine, Spieler und Ligen sehen das Problem der großen Hitze bei einer WM im Sommer in Katar ebenfalls. Sie verweisen jedoch darauf, dass bei einer Verlegung auch die Spielpläne der Ligen verändert werden müssten.

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erstellt am 19.Sep.2013 | 18:34 Uhr

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