VfL kann den Mittelfeldplatz nicht festigen

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18. März 2013, 08:05 Uhr

In der Hinrunde kam der VfL beim 25:25 in Ferndorf gerade noch einmal mit einem blauen Auge davon, durfte die Heimreise nach einem Kraftakt immerhin mit einem Zähler im Gepäck antreten. Vor der Heimpartie am Samstag gegen den aus dem idyllischen Kreis Siegen-Wittgenstein in Nordrhein-Westfalen angereisten Turn- und Sportverein war die Erwartungshaltung eine andere. Schwartau wollte durch einen Sieg gegen den sich in Abstiegsnot befindlichen Kontrahenten den Platz im gesicherten Mittelfeld der 2. Handball-Bundesliga festigen - doch das misslang. Denn nach sechzig intensiven Spielminuten mussten die Gastgeber eine nicht eingeplante, aber durchaus verdiente 23:28 (12:14)-Pleite gegen Ferndorf hinnehmen.

Dabei stimmten die Voraussetzungen vor dem Anpfiff optimistisch. Denn während beim Bergischen HC (23:31) am vergangenen Spieltag den VfL noch Verletzungssorgen plagten, kehrten zum Match gegen Ferndorf doch einige Akteure zurück. Sowohl Dennis Tretow (Ferse) als auch Adrian Wagner (Hals) hatten ihre Blessuren auskuriert. Auch Toptorjäger Jan Schult, bei dem "nur" ein Teilabriss des Außenbandes diagnostiziert worden war, biss sich durch. Noch besser: Mit Henning Quade (Handverletzung) kehrte der etatmäßige Kreisläufer der Blau-Weißen nach sechswöchiger Zwangspause zurück in den Kader und kam zu Einsatzzeiten. Genutzt hat dies alles nichts, am Ende standen die Schwartauer bekanntlich ohne Zähler da.

Schon in der Anfangsphase wurde schnell klar, dass die Begegnung nicht zum Torfestival ausarten würde, eine Mammutaufgabe bevorstand. Zunächst führten die Hausherren beim 4:2 (10.) und 7:5 (18.) zwar noch, Sicherheit brachte die Führung aber trotzdem nicht. Noch vor der Pause drehten die einsatzfreudigen Westfalen den Rückstand in ein 7:8 (23.) um, bauten diesen sogar noch auf 12:14 aus. Guter Rat war nun teuer, eine Leistungssteigerung im zweiten Abschnitt des VfL gefordert - doch die bleib aus. Obwohl Niclas Dombrowski früh zum 15:15 (34.) egalisiert hatte, Jan Schult zum 16:15 nachlegte, brachen danach alle Dämme, traf Ferndorf nach Belieben. Am Ende machte sich die fehlende Aggressivität in der Abwehr und das schludrige Verhalten in der Offensive auch im Endergebnis von 23:28 in Zahlen schmerzhaft für den Gastgeber bemerkbar.

VfL Bad Schwartau: Mahncke, Panzer - Hansen (2), Podpolinski (4), Reiter, Thümmler, Wagner(1/1), Hinrichsen (5), Waschul, Schult (4), Tretow (2/1), Dombrowski (2), Schliedermann (2), Quade (1).

TuS Ferndorf: Rottschäfer, Hamers - Prskalo (2), Basic (5/3), Aust (4), Breuer (5), Hilger (3), Thomas (3), Lange (1), M. Sijaric, Bettig, Barkow (3), J. Schneider (2).

SR: Porebska/Schween (Lychen).

Zeitstrafen: 4:2.

Siebenmeter: 4/2:5/3.

Zuschauer: 1702.

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