VfB mit Umstellungen verbessert

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21. November 2011, 09:05 Uhr

Ziemlich durcheinander gewirbelt sah die VfB-Aufstellung in Havelse aus. "Ich habe mir intensiv Gedanken gemacht, wer vielleicht besser zueinander passen könnte", beschrieb Trainer Denny Skwierczynski, warum im Vergleich zur Vorwoche einzig Jonas Toboll und Marcus Steinwarth exakt die gleiche taktische Rolle einnahmen. "Klar war, dass wir nach dem schwachen Spiel der letzten Woche etwas verändern mussten." Grundsätzlich gingen die zahlreichen Wechsel dabei durchaus auf. Fußballerisch klappte mehr als in der vergangenen Woche. "Natürlich braucht man erstmal etwas Zeit, um sich auf solche Veränderungen einzustellen", meinte Sven Schaffrath, der erstmals im defensiven Mittelfeld auflief. "Aber das ist uns mit der Zeit immer besser gelungen." Schwierigkeiten hatten die Grün-Weißen vor allem noch, im Zentrum die Passwege zu schließen und nach Ballverlusten schnell den Druck auf den Gegner zu erhöhen - das gelang schon im zweiten Abschnitt deutlich besser, als aus einer klaren 4-2-3-1-Ordnung gespielt wurde. "Ich hatte schon vor der Pause die Überlegung, das zu ändern", erklärte Skwierczynski. "Danach funktionierte es noch besser." Auch die bisweilen sehr ambitionierte "hohe Verteidigung" (weites Vorrücken) der Viererkette wirkte nach der Pause besser abgestimmt, als vor allem die Außenverteidiger besser gestaffelt standen und Schaffrath noch etwas tiefer agierte und so einige Bälle gewann.

Mit zusätzlichen Alternativen ist zudem weiteres Steigerungspotenzial in Sicht. Nils Lange war nach seinen Schulterproblemen schon in Havelse dabei, wenn auch noch nicht voll einsatzfähig. Deniz Kadah ("Es wird besser. Aber bis zur Winterpause gehe ich kein Risiko ein") und Moritz Marheineke, der gegen Magdeburg in zwei Wochen wieder zum Kader zählen könnte, sind auch noch in diesem Jahr wieder auf dem Platz zu erwarten. Drei Typen, die dem VfB-Spiel gut tun würden. Dann ist in der sportlich bedeutungslosen Saison zumindest noch möglich, wieder in einstellige Tabellenbereiche (selbst der 4. hat erst 20 Punkte) vorzudringen.

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