Hoffen auf Investor : Vorstand des VfB Lübeck stellt Insolvenzantrag

Der VfB Lübeck hat zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte nach 2008 einen Insolvenzantrag eingereicht. Foto: Sport
Der VfB Lübeck hat zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte nach 2008 einen Insolvenzantrag eingereicht. Foto: Sport

Der Vorstand des Fußball-Regionalligisten VfB Lübeck hat beim Amtsgericht Lübeck einen Antrag auf drohende Zahlungsunfähigkeit gestellt. Ein Abstieg in die 5. Liga rückt näher.

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06. November 2012, 02:57 Uhr

Lübeck | Das teilte der in finanzielle Schieflage geratene Traditionsclub am Montag mit. Ein Schuldenstand von knapp 450 000 Euro, der bis Saisonende auf rund 700 000 Euro ansteigen könnte, hätte den Vorständen Holger Leu und Uwe Walter keine andere Wahl gelassen. Schon die Oktober-Gehälter der Spieler und Angestellten konnten nicht gezahlt werden. Die Chancen, das Verfahren zu verhindern, "stehen derzeit bei 50:50", sagte Leu.
Damit hat der VfB Lübeck zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte nach 2008 einen Insolvenzantrag eingereicht. Sollte dieser binnen drei Monaten nicht zurückgezogen werden, stünde der VfB sportlich als erster Absteiger in die 5. Liga fest. Allerdings besteht Hoffnung, denn die Club-Verantwortlichen sollen in erfolgversprechenden Verhandlungen mit einem Investor aus dem Raum Frankfurt/Main stehen.
Durch die Eröffnung des Insolvenz-Planverfahrens hat sich der wirtschaftlich angeschlagene Club vorerst Luft verschafft. "Es werden sehr kurzfristig die Gehälter gezahlt werden können", sagte Walter in einem Interview. Maximal drei Monate gewährt die Agentur für Arbeit nun Insolvenz-Ausfallgeld. Innerhalb der Drei-Monats-Frist kann der VfB-Vorstand den Antrag beim Amtsgericht zurückzuziehen.

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