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Fußball : VfB-Abwärtsstrudel: Labbadia: «Bestrafen uns selbst»

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Nach dem peinlichen 1:2 gegen HNK Rijeka suchte VfB-Kapitän Christian Gentner keine Ausreden. «Wir haben uns nicht mit Ruhm bekleckert», sagte der Mittelfeldspieler des VfB Stuttgart am Donnerstagabend nach dem wettbewerbsübergreifend vierten sieglosen Pflichtspiel in Serie.

shz.de von
erstellt am 23.Aug.2013 | 11:58 Uhr

«Wir sind derzeit in einem Negativlauf und den müssen wir schleunigst beenden.» Vorne fehlt die Präzision, hinten kassierte die Mannschaft in den ersten sechs Saisonspielen im Schnitt mehr als ein Gegentor. Auf der Habenseite steht bislang nur der Sieg im DFB-Pokal. Zu wenig für den Anspruch des Traditionsvereins vom Neckar.

Auch die Teilnahme an der Europa-League-Gruppenphase ist nach der Hinspielpleite in den Playoffs nun akut gefährdet - aber damit und dem Rückspiel in Stuttgart kommenden Donnerstag dürfen sich die Fußballprofis erst wieder am Sonntagabend beschäftigen. Bis dahin heißt es: Volle Konzentration auf den FC Augsburg für das Bundesliga-Duell zweier Null-Punkte-Starter. Das forderte auch Gentner. Die Mannschaft müsse «die Köpfe hochnehmen, wir haben am Sonntag ein schweres Spiel».

Viel Zeit zur Aufarbeitung und Fehleranalyse hat der Tabellen-14. deswegen nicht. Dabei gibt es einiges zu besprechen - offensiv wie defensiv. «Das ist zu wenig für das, was wir auf dem Feld gezeigt haben», urteilte Trainer Bruno Labbadia nach einer Partie in Kroatien, die der VfB bis zum Gegentor weitestgehend im Griff hatte. «Wir belohnen uns nicht, wir bestrafen uns selber mit diesen einfachen Ballverlusten. Wir bestrafen uns, indem wir die Torchancen nicht nutzen», meinte der 47-Jährige.

Drei ungenutzte «Hundertprozentige» hatte Labbadia beim VfB gezählt, bevor Leon Benko nach 74 Minuten für das 1:0 der Gastgeber sorgte. «Das ist unser Manko, dass wir schon die ganzen Spiele jetzt gehabt haben. Dass wir zu viele Chancen brauchen», kritisierte der Ex-Stürmer seine Angreifer im TV-Sender Kabel 1. Auch die Abwehr bekam ihre Portion Vorwürfe: «Wir haben es in der Halbzeit noch gesagt gehabt, der Benko ist der einzige, der torgefährlich werden kann. Und beide Innenverteidiger lassen ihn komplett aus den Augen und lassen (Gotoku) Sakai gegen ihn. Das darf natürlich nicht passieren.»

Lediglich der wichtige Anschlusstreffer durch Vedad Ibisevic (89. Minute) verschaffte den Schwaben nach dem 0:2 durch Zoran Kvrzic (87.) noch eine halbwegs passable Ausgangslage für das Rückspiel. «Der Treffer von Vedad war lebenswichtig», sagte Sportvorstand Fredi Bobic. «Das Tor macht Hoffnung und sollten wir es schaffen, mal zu null zu spielen, dann bin ich guter Dinge, dass wir nächste Woche weiterkommen», meinte Gentner. Ein Erfolgserlebnis in Augsburg würde dabei sicher helfen - damit der Negativlauf unterbrochen wird.

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