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Fußball : Unspektakulärer Schlussverkauf in der Bundesliga

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Im Ausland gab es spektakuläre Wechsel, im heimischen Schlussverkauf ging es dagegen vergleichsweise ruhig zu. Am letzten Tag der Sommer-Transferfrist in Deutschland wurde vor allem über Real Madrid geredet.

Der mit 100 Millionen Euro teuerste Wechsel der Fußball-Geschichte von Gareth Bale aus Tottenham in die spanische Hauptstadt belebte die Diskussion über aberwitzige Summen im Fußball. Zudem sorgten die Rückkehr des brasilianischen Edeltechnikers Kaka zum AC Mailand sowie die Spekulationen über einen bevorstehenden Wechsel von Mesut Özil aus Madrid zum FC Arsenal für Gesprächsstoff.

Dass sich Werder Bremen nach langem Hin und Her nun doch noch vom wenig pflegeleichten Marco Arnautovic trennt und der Wolfsburger Makato Hasebe künftig für Nürnberg spielt, ging im Trubel um Madrids alte und neue Superstars fast unter. Genau wie der Abschied des künftigen Kölners Patrick Helmes aus Wolfsburg oder die Ausleihe des Schalkers Tranquillo Barnetta an Frankfurt.

Dabei sorgte auch die höchste deutsche Spielklasse für eine Bestmarke. Nach Schätzungen der Nachrichtenagentur dpa gaben die 18 Clubs in diesem Sommer rund 250 Millionen Euro für neue Spieler aus. Dem stehen Transfererlöse in Höhe von 208 Millionen Euro gegenüber. Damit liegt die Bundesliga bei den Ausgaben knapp über dem Wert aus dem Vorjahr. Zum vergleichbaren Zeitpunkt vor zwölf Monaten hatten die Clubs rund 245 Millionen Euro ausgeben.

Anders als im Schlussverkauf des vorigen Sommers, als teure Stars wie Javier Martinez (Bayern München) und Rafael van der Vaart (Hamburg) kurz vor Toresschluss in die höchste deutsche Spielklasse wechselten, blieben spektakuläre Verpflichtungen diesmal weitgehend aus.

Nur der FC Schalke landete mit Kevin Boateng am vorigen Freitag einen späten Coup. Wie groß die Sehnsucht nach einem Führungsspieler war, dokumentiert die Tatsache, dass der angeblich 12 Millionen Euro teure Neuzugang vom AC Mailand nach nur einer Trainingseinheit bei seinem Club in der Bundesliga zum Einsatz kam. Das starke Debüt von Boateng beim 2:0 über Leverkusen wertete Heldt als Bestätigung für die Investition: «Er ist einfach ein Leader - seine Aktionen haben Hand und Fuß.»

Den letzten Verkaufstag nutzten die meisten Clubs eher zur Reduzierung ihres Kaders. So trennte sich Werder Bremen nicht nur von Marko Arnautovic (Stoke City), sondern auch von den Talenten Johannes Wurtz und Florian Hartherz (beide SC Paderborn). Stürmer Wurtz wird zunächst für ein Jahr verliehen, Verteidiger Hartherz verkauft.

Mit der Transferfrist endeten auch die Spekulationen über den Zukauf weiterer Stars. Das dürfte bei allem beim FC Schalke für mehr Ruhe sorgen. So bestätigte sich die in englischen Medien geschürten Spekulation nicht, wonach Emmanuel Adebayor von Tottenham Hotspur mit dem Wechsel zum Revierclub liebäugelt.

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erstellt am 02.Sep.2013 | 15:36 Uhr

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