Umstrittener Elfmeter bringt VfB den Sieg

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16. April 2012, 09:05 Uhr

Mit ein wenig Glück feierte der VfB Lübeck II auch im siebten Heimspiel hintereinander einen Sieg. Gegen den Preetzer TSV hieß es am Ende 2:1 (1:0). "Es war das erwartet schwere Spiel gegen einen guten Gegner", erklärte VfB-Trainer Denny Skwier czyns ki. "Ich bin froh, dass wir gewonnen haben."

Die Lübecker knüpften vor der Pause an die zuletzt guten Offensivleistungen an und dominierten die Partie. Bereits nach sieben Minuten gab es die erste Torchance, als Marcello Meyers Freistoß von PTSV-Keeper Alan Tischmann nach vorn abgewehrt wurde, Ugur Dagli die Nachschussmöglichkeit jedoch vergab. Eine Minute später war es dann jedoch soweit. Björn Blechenberg flankte von der rechten Seite, in der Mitte war der aufgerückte Sebastian Heidel völlig ungedeckt und platzierte den Kopfball zum 1:0 ins rechte Eck (8.). Zwei Minuten später hätte Dagli erhöhen können, schoss nach einem erneuten Abpraller aber Tischmann an. Mitte der ersten Hälfte war dann der große Schwung aus dem Lübecker Angriffsspiel heraus. Ein weiterer Meyer-Freistoß war die beste Chance bis zur Pause (20.). "Wir waren nicht zielstrebig genug", bemängelte Skwierczynski. "Ansonsten hätten wir zur Pause auch höher führen können." So mussten die Grün-Weißen sogar froh sein, dass es beim 1:0-Pausenstand blieb. Die bis dahin bemühten, aber nach vorn harmlosen Preetzer, die nach Christopher Boldts Verletzung am Schienbein stärker wurden, hatten drei Minuten vor dem Seitenwechsel ihre erste Chance. Der VfB konnte sich da bei Regionalliga-Ersatzkeeper René Melzer bedanken, der im Anschluss an einen Degenhardt-Freistoß mit einer hervorragenden Reaktion einen Kopfball von Maximilian von Randow gerade noch aus dem unteren Eck fischte (42.).

Das 1:1 hatten sich die Preetzer bis nach der Pause aufgehoben. VfB-Kapitän Jan-Philipp Kalus grätschte einen Ball genau in den Lauf von Finn Lühr, der von der rechten Seite eine präzise Flanke schlug. Tobias Nehren verwandelte in der Mitte ohne Probleme zum Ausgleich (54.). Als die Preetzer im Aufwind schienen, ertönte ein Pfiff von Schiedsrichter David Bornhöft, der die Preetzer erregte. Henrik Sirmais war in den Strafraum eingedrungen und zu Fall gekommen, als er von Nils Degenhardt und von Randow bedrängt wurde. "Eine Schwalbe", echauffierte sich PTSV-Trainer Stephan Berger. Doch die Lübecker hatten ebenso wie Bornhöft ein Foul gesehen. Marcello Meyer war die Diskussion egal, er knallte den Ball bombensicher vom Elfmeterpunkt zur 2:1-Führung ins obere Eck (60.). Preetz gab sich jedoch längst nicht geschlagen. Am Ende war es ein Spiel mit offenem Visier. Die Lübecker spielten ihre Konter nicht gut aus, erzielten durch Andre Kalbau nur noch ein Abseitstor (80.). Auf der anderen Seite hatten Oliver Dreier (77., knapp vorbei) und vor allem Bastian Matthies, der aus kurzer Distanz am erneut überragend reagierenden Melzer scheiterte (79.), Möglichkeiten für die Gäste. Die forderten zudem noch einen Strafstoß, als Matthies im Duell mit Lennart Koth zu Fall kam. Ein klares Foulspiel war das nicht, aber Berger meinte: "Wenn er auf der anderen Seite pfeift, muss er hier erst recht Elfmeter geben." So aber rettete der VfB den Sieg über die Ziellinie.

"Wir hatten keine Kontrolle mehr", meinte Skwierczynski zur Leistung der zweiten Hälfte. "Am Ende haben wir zu viel zugelassen." Dagegen war PTSV-Trainer Berger mit der Leistung einverstanden. "Ich muss den Hut ziehen vor der Mannschaft. Das war trotz des schmalen Kaders ein großer Kampf des gesamten Teams. Ein Punkt wäre verdient gewesen."

VfB Lübeck II: Melzer - Blechenberg, Koth, Voß, Sauer - Sirmais, Kalus, Heidel, Hartmann (71. Dahm) - Dagli (88. Nestorowicz), M. Meyer (71. Kalbau).

Preetzer TSV: Tischmann - Lühr (76. Léger), Hansen, von Randow, Dreier - Schönemann, Degenhardt - Nehren, T. Ziehmer, Duggen - Boldt (36. Matthies).

SR: Bornhöft (TuS Garbek).

Zuschauer: 70.

Tore: 1:0 Heidel (8.), 1:1 Nehren (54.), 2:1 Meyer (60., Foulelfmeter).

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