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Fußball : Terminhatz für Spitzenclubs und Duell der Fehlstarter

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Langsam wird es ernst! Nach dem durch zwei Länderspielpausen bedingten schleppenden Start geht die Fußball-Bundesliga endlich in die Vollen. Mit sieben Spielen in drei Wochen sind vor allem die für internationale Wettbewerbe qualifizierten Clubs gefordert.

shz.de von
erstellt am 13.Sep.2013 | 13:10 Uhr

Jürgen Klopp, Trainer des Tabellenführers aus Dortmund, wertete die bisherigen vier Ligapartien lediglich als eine Art Aufwärmprogramm für die nun anstehende Terminhatz: «Alles was wir bisher geleistet haben, war die Vorbereitung auf die erste extreme Saisonphase.» Nach einem vergleichsweise leichten Auftakt führt der BVB mit der optimalen Ausbeute von 12 Zählern die Tabelle an - zwei Punkte vor dem FC Bayern.

Damit der Abstand auf den Erzrivalen nicht größer wird, forderte Angreifer Arjen Robben seine Münchner Mitstreiter auf, im Spitzenspiel gegen den Dritten aus Hannover möglichst schnell vom Länderspiel- in den Vereinsmodus umzuschalten. Mit der Rolle des Jägers mag sich Abwehrspieler Daniel van Buyten auf Dauer nicht begnügen: «Wir wollen den Abstand auf Dortmund nicht zu groß werden lassen. In der Rolle des Gejagten fühlt man sich als Spieler des FC Bayern immer wohler.»

Nicht nur der beachtliche Schnitt von 2,71 Punkten in den bisherigen 24 Heimspielen gegen Lieblingsgegner Hannover, sondern auch die Schwäche des Gegners in der Fremde spricht für einen Sieg des Triple-Siegers. In der Auswärtstabelle der vorigen Saison rangierte Hannover lediglich auf Rang 15. Und auch das bisher einzige Saison-Auswärtsspiel in Mönchengladbach ging deutlich mit 0:3 verloren. Dennoch reist Torhüter Ron-Robert Zieler selbstbewusst nach München: «Wir haben eine kleine Euphoriewelle, die wollen wir nutzen. Die Bayern spielen noch nicht den Fußball der vergangenen Saison.»

Anders als die Münchner treffen die Dortmunder auf einen Angstgegner. In der vorigen Saison gelang dem Hamburger SV beim 3:2 und 4:1 als einzigem Bundesligisten zwei Siege gegen den BVB. Liebend gern würde sich Borussen-Coach Jürgen Klopp für die unerwarteten Schlappen revanchieren: «Das Gefühl, dass wir uns da etwas zurückholen wollen, ist sehr groß.»

Ähnlich wie die beiden Branchenführer aus München und Dortmund streben auch die Konkurrenten aus Leverkusen (gegen Wolfsburg) Gelsenkirchen (in Mainz), Freiburg (in Augsburg) und Frankfurt (in Bremen) gelungene Generalproben für die ersten Europapokal-Gruppenspiele in der kommenden Woche an.

Besonders schwer wird es für den FC Schalke. Bei einer weiteren Niederlage gegen den Fünften Mainz droht ein längerer Verbleib im unteren Tabellendrittel. Bereits eine Woche später steht das nicht minder knifflige Heimspiel gegen die Bayern an. Viel wird davon abhängen, ob es Kevin-Prince Boateng wie schon beim 2:0 über Leverkusen gelingt, sein Team mitzureißen. An Respekt vor dem Gegner mangelt es dem Neuzugang nicht: «Ich habe vor Mainz mehr Angst als danach vor den Bayern.» Neben Boateng steht der einstige Mainzer Adam Szalai, der unlängst für acht Millionen Euro die Seiten wechselte, im Rampenlicht.

Noch schlechter als Schalke kamen Braunschweig und Nürnberg aus den Startlöchern. Die Norddeutschen stehen noch ohne Punkt, die Franken noch ohne Sieg da. Das Kräftemessen des Schlusslichts mit dem nur zwei Punkte besseren Vorletzten birgt deshalb reichlich Brisanz. Trainer Torsten Lieberknecht hatte sich die Rückkehr der Braunschweiger in die Bundesliga nach 28 Jahren anders vorgestellt. Dennoch ist die Niederlagenserie mit ernüchternden 1:9 Toren für ihn kein Grund zur Beunruhigung: «Es war doch schon vor dem ersten Punktspiel keine Kunst, uns eine schwere Saison zu prophezeien. Wir haben zwar auf die Ohren bekommen, aber wir können trotzdem mit Selbstbewusstsein auf den Platz gehen.»

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