SVHU verliert gegen feststehenden Absteiger

Avatar_shz von
22. Oktober 2012, 09:05 Uhr

Schwerin steht nach Anmeldung des Insolvenzverfahrens als erster Absteiger aus der 2. Bundesliga fest. Vielleicht war diese Tatsache und dass am Ende der Serie die Partien der Mecklenburger annulliert werden, in den Hinterköpfen der Handballer des SV Henstedt-Ulzburg verwurzelt. Doch entschuldigen darf die wirtschaftliche Situation des Gegners und dessen ungewisse Zukunft den desaströsen Auftritt der "SVHU-Frogs" nicht.

Nur eine Viertelstunde lang agierten die Gäste beim wohl letzten Heimspiel der Blau-Gelben Postler in der gut gefüllten Sport- und Kongresshalle auf Augenhöhe. Anschließend ließ die Abwehr jegliche Aggressivität vermissen. "Wir wollten eigentlich in die Zweikämpfe kommen und nach Ballgewinnen mit Gegenstößen schnelle Tore erzielen. Das haben wir nicht geschafft. Unsere Leistung war unterirdisch. Wir werden darüber sprechen und die richtigen Schlüsse aus der Partie ziehen", kündigte ein völlig enttäuschter Trainer Tobias Skerka Maßnahmen an. Entscheidend für ihn war die fehlende Einstellung in der Abwehr, doch auch in der Offensive gab es große Mängel. Aus dem Rückraum kam keine Gefahr, das Spiel über die Außen wurde wie schon in einigen anderen Partien vernachlässigt. Und Kreisanspiele landeten reihenweise in den Händen der gegnerischen Abwehrspieler. Schwerin war dabei nur mit zwei Torhütern und sieben Feldspielern angetreten. Das "Häuflein der Aufrechten" bot eine begeisternde Abschiedsvorstellung und animierte die Fans zu stehenden Ovationen. Der SVHU stand Spalier und musste völlig frustriert die Heimreise antreten. Einzig die Tatsache, dass die Partie am Ende nicht gewertet werden dürfte, ist positiv zu werten. "Auf uns wartet eine Menge Arbeit, aber zunächst einmal müssen wir die Köpfe frei bekommen. Jeder für sich muss diese Pleite verarbeiten und dann müssen wir die richtige Reaktion beim nächsten Heimspiel gegen den TuS Ferndorf zeigen", forderte Skerka. Das nächste Aufsteiger-Duell findet in eigener Halle am 27. Oktober um 19 Uhr statt.

SV Post Schwerin: Levshin, Wetzel - Weltgen (1), Riediger (6), Rauch (2), Prothmann (2), Maruwski (4), Tovornik (8), von Gruchalla (10/6).

SV Henstedt-Ulzburg: Peveling, Noel - Bitterlich (1), Pries (1), Kibat, Makowka (1), Kohnagel (1), Lang (2), Gersch (2), Lauenroth (8/3), Völzke (2), Wrage (3), Thöneböhn (3).

SR: Thöne/Zupanovic (Berlin).

Zuschauer: 1812.

Zeitstrafen: 4:4.

Siebenmeter: 6/6:6/3.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen