Strand: Trotz Abgängen keine Abstiegsgefahr

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24. Januar 2011, 08:05 Uhr

Eine ansprechende Vorrunde absolvierte Aufsteiger NTSV Strand 08. Der überlegene Meister der Verbandsliga Süd-Ost akklimatisierte sich in der Schleswig-Holstein-Liga schnell, schnupperte zeitweise sogar an der Tabellenspitze und an der Teilnahme beim Hallenmasters und liegt zur Winterpause mit einer ausgeglichenen Bilanz im gesicherten Mittelfeld.

Dem nur knapp verpassten Hallen-Höhepunkt in der Kieler Ostseehalle trauerte Trainer Frank Salomon nicht lange nach. "Das war nicht unser Ziel, deshalb bin ich auch nicht enttäuscht, dass wir nicht dabei sind. Von kleinen Ausnahmen abgesehen, bin ich mit unseren Leistungen in der Vorrunde zufrieden." Der 46-Jährige, seit dessen Amtsantritt der Weg beim zweimaligen Landesmeister wieder nach oben führt, hatte die Aufstiegsmannschaft gezielt verstärkt. Vor allem Abwehr-Routinier Rouven Schröder, die Osmani-Brüder und die aus Eutin geholten Denis Klassen, Sönke Meyer und Felix Riemann erfüllten dabei die Erwartungen, erhöhten den Konkurrenzdruck deutlich und kamen zu regelmäßigen Einsätzen. Gemeinsam mit den Leistungsträgern des Vorjahres, unter denen vor allem der schnelle und technisch gute Ex-Regionalliga-Kicker Riza Karadas und Torjäger Philipp Baasch nachhaltig auf sich aufmerksam machten. Insbesondere Karadas war von den gegnerischen Abwehrreihen regelmäßig nur schwer zu kontrollieren.

Zu Saisonbeginn ließen die Timmendorfer gleich mehrmals aufhorchen. Ein 0:0 bei Eider Büdelsdorf, ein 4:2 in Kropp und gar ein 6:2 über Henstedt-Ulzburg ließen die Konkurrenz staunen und den NTSV Tuchfühlung zur Tabellenspitze aufnehmen. Dass die namhaften Gegner der Anfangszeit sämtlich unter ihren Möglichkeiten der letzten Jahre agierten, relativiert die Ergebnisse im Rückblick, nicht aber die Leistungen der Salomon-Truppe. Die zeigte nämlich auch ansonsten überwiegend gute Leistungen. Bei Spitzenreiter VfR Neumünster unterlag man erst in den Schlussminuten mit 0:2, holte gegen den damals noch ungeschlagenen SV Eichede ein 1:1 auf fremdem Platz und besiegte Vorjahresmeister Holstein Kiel II daheim mit 2:1. Einziger echter Ausrutscher nach unten war die 1:6-Klatsche, die die Strand-Kicker gegen den FC Sylt einstecken mussten. Die meisten der übrigen Niederlagen waren unglücklich. Die 1:2-Heimpleiten gegen den TSV Bordesholm und den TSV Weiche nach überlegen geführten Spielen waren jeweils durch späte Elfmetergegentore eher unverdient. Auch beim 2:3 in einem umkämpften Spiel bei Flensburg 08 - letztlich wohl das ausschlaggebende Match für die verpasste Masters-Qualifikation - wäre mit etwas Glück mehr drin gewesen.

Trotz der insgesamt positiven Bewertung der Vorrunde stehen die Timmendorfer in der Rückserie noch unter kritischer Beobachtung. Die

Abgänge von Rouven Schröder, der bedingt durch einen beruflichen Wechsel seine Fußballschuhe endgültig an den Nagel hängt, und Philipp Baasch, der ein verlockendes Angebot des zahlungskräftigen Ligakonkurrenten FC Sylt annahm, hinterlassen Lücken. Zudem steht auch Felix Riemann aus Studiengründen nicht mehr zur Verfügung. Ob diese Verluste aufzufangen sein werden, bleibt abzuwarten.

Für den Defensivbereich kehrte mit Phillip Kamke, der aus beruflichen Gründen im Westen war und dort zeitweise beim SV Ophoven kickte, ein Spieler mit Erfahrung zurück. Mit Stürmer Haris Huseni, der aus der A-Jugend von Eutin 08 kommt und dort auch schon Verbandsliga-Luft schnupperte, soll die Sturmlücke geschlossen werden, wo zudem auf den erfahreneren Bastian Zeh größere Verantwortung wartet. Insgesamt weist der Kader auch nach den Abgängen noch große Qualität auf, um noch in Abstiegsgefahr zu rutschen.

Eingesetzte Spieler: Karadas, Rehberg (je 15), Klassen (14), Stahl (13), Gohrke, Meyer, Schröder, Zeh (je 12), P. Baasch, Borja, F. Osmani, Plähn (je 11), F. Riemann, Schlichte, Starke (je 10), N. Osmani (9), Tobleck (7), Zabel (6), Ali (5), A. Baasch (2), Bolbrinker, Draguhn (je 1).

Torschützen: P. Baasch (9), Karadas (6), Gohrke, F. Osmani, Zeh (je 3), Rehberg (2), Borja, Plähn, Schröder, Stahl (je 1).

Elfmeter für: 2/1 (Schröder 1/1, Karadas 1/0).

Elfmeter gegen: 7/7.

Gelb-Rote Karte: Meyer.

Rote Karte: Schröder.

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