Stockelsdorf zeigt nach Fehlstart Moral

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17. Januar 2011, 09:05 Uhr

Mit einem 2:1 Sieg gegen "Kellerkind" TSV Siems verabschiedete sich der Aufsteiger ATSV Stockelsdorf in die Winterpause. Die Bilanz des Lübecker Vorortverein ist noch nicht berauschend, nach 17 Spielen haben die Ostholsteiner 18 Punkte und überwintern auf dem 14. Tabellenplatz. 18 Punkte sind trotzdem schon eine ganze Menge, wenn man bedenkt das die Mannschaft nach dem 6. Spieltag nicht einen Zähler gewinnen konnte.

Die Truppe kam nicht in die Saison. Der Aufsteiger tat sich schwer, ihren Rhythmus in dieser Liga zu finden. Die Fans und die Zuschauer sahen zwar von Spiel zu Spiel Leistungssteigerungen, nur auf den Punktekonto tat sich nichts. "Uns fehlte es an der nötigen Cleverness, dazu kamen immer wieder neue Verletzte, gerade in der Defensive standen wir durch die Ausfälle von Lars Schulz und Patrick Fialkowski immer wieder vor neuen Herausforderungen und taktischen Änderungen. Wir konnten nie mit derselben Mannschaft auflaufen," weiß Coach Dirk Weetendorf.

Aber der Verein und die Fußballabteilung blieben ruhig, es wurden nie die Nerven verloren, die Mannschaft konnte weiter ruhig arbeiten. "Diese Phase hat uns noch mehr zusammengeschweißt. Die Trainingsbeteiligung war trotz der Erfolglosigkeit sehr hoch. Und das wichtigste war, dass jeder an sich und wir gemeinsam an uns geglaubt haben. Es musste irgendeinmal der Knoten platzen."

Am 7. Spieltag gab es das erste Erfolgserlebnis. Ein schwächelnder TuS Lübeck kam gerade zur rechten Zeit. Mit einer grandiosen Leistung konnten die Stockelsdorfer einen 6:0 Sieg und die ersten drei Punkte einfahren. Danach ging es ständig bergauf, es gab zwar auch weiter teils unnötige Niederlagen, aber die guten Ergebnisse waren jetzt in der Überzahl. So ärgerte sich der engagierte Trainer besonders über die verpassten zwei Punkte gegen Vizemeister Dornbreite (2:2) oder auch das 1:2 gegen Büchen-Siebeneichen oder die 2:5 Niederlage gegen Eutin waren überflüssig. "Da haben wir es versäumt rechtzeitig den Sack zu zumachen, stattdessen haben wir durch individuelle Fehler Punkte verschenkt."

Hier war der Übungsleiter auch nicht immer mit seinen Routiniers wie zum Beispiel Peer Möller oder David Voss einverstanden. "Von jungen Leuten kann ich nicht immer Glanzleistungen verlangen und akzeptiere Fehler, aber von Leistungsträgern bin ich solche Schwächeleien nicht gewohnt."

Aus einer geschlossenen und intakten Mannschaft hebt der Trainer einige Spieler besonders heraus. Moritz Hofmann und Julian Wohlfahrt haben einen riesigen Entwicklungsschritt vollzogen und sind aus der Stammelf nicht wegzudenken. Tobias Kuhlmann wird als Torjäger immer wichtiger, mit 12 Treffern führt er die interne Torschützenliste an. Auch Fabian Hielscher bekommt noch ein Sonderlob. Er hat in den letzten Spielen aufsteigende Form bewiesen.

Als Neuzugänge der Stockelsdorfer stehen bisher Omet Sindi (zuletzt Preußen Reinfeld), Jan Sebastian Berr (TuS Lübeck 93) und Paul Nagorski (TSV Travemünde) fest.

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