Steinwarth verstärkt die linke Außenbahn

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24. Januar 2011, 08:05 Uhr

Den neuen Job beim VfB Lübeck hat Marcus Steinwarth einem Onkel zu verdanken. "Er kommt aus Heilbronn", erklärt der Neue. Die Stadt, aus der auch VfB-Coach Peter Schubert kommt. "Dessen Nummer hat er mir dann besorgt." Steinwarth nutzte die Chance, meldete sich bei den Lübeckern und rannte quasi offene Türen ein. Bereits im Sommer hatte Schubert den Berliner verpflichten wollen. Jetzt war die Chance da, weil es bei Liga-Konkurrent Türkiyemspor drunter und drüber ging. "Es gab kaum noch Geld", erklärt Steinwarth, "vor allem aber keine sportliche Perspektive mehr."

Die sieht der Linksfuß nun in Lübeck. Der siebenmalige Junioren-Nationalspieler (U18, U19) strebt auf mittlere Sicht einen Stammplatz an. "Zu Anfang ist das natürlich nicht einfach, denn ich komme in eine funktionierende Mannschaft", hat der 24-Jährige erkannt. Auch bei sich selbst sieht er noch Nachholbedarf. "Ich muss in punkto Fitness noch etwas aufholen. Bei Türkiyem wurde zuletzt nicht mehr so intensiv trainiert. Beim VfB ist das anders. Da wirkt die ganze Mannschaft sehr fit."

Auf der linken Seite ist Steinwarth auf dem Feld beheimatet. "Etwas lieber auf der vorderen Position", sagt er. "Aber ich kann auch in der Viererkette spielen."

Beide Positionen sind derzeit fest vergeben. Hinten spielt Michael Hohnstedt eineinhalb Jahre konstant, vorn zeigt sich Danny Cornelius aktuell in guter Form. Steinwarth stellt mit seinen Stärken - "Grundschnelligkeit, Kopfballstärke und guter Abschluss" nennt er selbst - zunächst eine gute Alternative dar, muss sich auch noch an die Spielweise des VfB gewöhnen. "Wir möchten gern, dass er noch öfter direkt nach dem Anspiel den Weg nach vorn sucht", erklärt Co-Trainer Ingo Popp. "Ich hoffe, dass ich bald eine Chance bekomme", sagt er. Seine Schwäche sieht er - nicht unüblich bei Außenspielern - in der Konstanz. "Die Leistungen schwanken noch zu sehr. Daran muss ich arbeiten."

In der Mannschaft ist der Neue bereits angekommen. "Die Jungs sind alle in meinem Alter, da fällt das nicht schwer. Außerdem trägt beispielsweise eine Feier wie nach dem Hallenmasters dazu bei, dass man schneller integriert ist."

Im Februar will "Steini" dann auch eine Wohnung in Lübeck beziehen. "Wir haben schon etwas im Auge", sagt er. Mitte Februar hofft er gemeinsam mit seiner Freundin nach Lübeck zu ziehen. Es wird das erste Mal sein, dass der Berliner seine Heimatstadt verlässt. "Ein bisschen ungewohnt ist das momentan schon noch, ein bisschen Heimweh ist da auch noch bei", gesteht er. Die Zuschauer auf der Lohmühle, auf die er sich freut und der Erfolg könnten dazu beitragen, dass sich das schnell legt. "Aus den ersten drei Spielen können wir neun Punkte holen", glaubt er. "Dann ist vielleicht noch etwas nach oben möglich."

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