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Haushalt 2016 : SHFV will Startgeld für Fußball-Vereine vorerst nicht erhöhen

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Nenngelderhöhung vertagt / Schließung von Talentförderungs-Stützpunkten ist vom Tisch

Auf seiner Sonderbeiratstagung im Uwe Seeler Fußball Park in Malente hat der zuletzt in die Kritik geratene Schleswig-Holsteinische Fußballverband (SHFV) am Sonntag den Haushaltsplan für das Jahr 2016 verabschiedet. Dabei wurden notwendige Sparmaßnahmen beschlossen und in Abstimmung mit den Fachbereichen Änderungen gegenüber den ursprünglichen und teilweise kritisierten Sparvorschlägen vollzogen.

„Es war eine harte, aber faire Diskussion“, sagte SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer. „Alle haben erkannt, dass wir sparen müssen. Wir haben kein Finanzproblem. Wir können mit unserem Haushalt sogar das Defizit aus dem Vorjahr von 50  000 Euro ausgleichen.“ Bereits zuvor war beschlossen worden, eine neue Finanzkommission aus Beiratsmitgliedern und Vereinsvertretern einzurichten, die sich künftig mit dem Haushalt des Verbandes beschäftigt. Eine Kritik nahm Meyer sich jedoch zu Herzen. „Für uns, die wir jeden Tag mit den Dingen umgehen, ist vieles selbstverständlich. Aber für andere nicht. Deshalb muss unsere Kommunikationsebene in Zukunft verbessert werden.“

Im Rahmen der Tagung wurden alle 307 Positionen des Haushaltes kritisch und konstruktiv diskutiert, einschließlich der Nenngelder und Spielabgaben für die Vereine im SHFV. Der Kassenbericht des Jahres 2015 war bereits auf der turnusmäßigen Beiratstagung am 19. März bestätigt worden. Entgegen des ersten Plans des SHFV, die Nenngelder und Spielabgaben für Mannschaften der Kreis- und Verbandsebene zu erhöhen, wurde dieses Vorhaben für die kommende Saison verworfen. „Die Vorsitzenden der Kreise haben verständlich argumentiert, dass dies trotz der notwendigen Sparmaßnahmen zur neuen Saison nicht umsetzbar ist“, erklärte Meyer nach der Tagung. Einig seien sich die Beiratsmitglieder allerdings darin gewesen, dass auch im SHFV eine perspektivische Erhöhung unausweichlich ist.

Der Beirat beschloss stattdessen unter anderem eine Erhöhung der Gebühr bei Amateurspielerverträgen (von bislang 250 auf 450 Euro) und Vereinswechseln im Erwachsenenbereich von 15 auf 30 Euro. „Sowohl auf Kreis- als auch auf Vereinsebene wird die hohe Frequenz der Vereinswechsel seit Jahren kritisch beäugt – es ist daher der richtige Weg, an dieser Stelle mit einer erhöhten Gebühr anzusetzen“, erläuterte Volker Schlehahn, Vorsitzender des Kreisfußballverbandes Schleswig-Flensburg.

Der Bereich Talentförderung konnte zudem Lösungen präsentieren, um alle bisherigen 13 Talentförderungs-Stützpunkte zu erhalten, nachdem zuletzt über die Schließung von drei Stützpunkten diskutiert worden war.

Ein weiterer wichtiger Aspekt für das laufende Haushaltsjahr sind aus Sicht des SHFV die positiven Umsatzprognosen für den Uwe Seeler Fußball Park für das Jahr 2016. „Wir können in Malente eine erhebliche Umsatzsteigerung zum Vorjahr verbuchen, diese Entwicklung ist natürlich elementar wichtig für die Finanzsituation des Verbandes“, prognostizierte Meyer.

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erstellt am 04.Apr.2016 | 13:19 Uhr

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