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SH-Liga : Fußballwetten in SH: Welche Strafen sind möglich?

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Spieler in der fünftklassigen SH-Liga setzen auf Sieg der eigenen Mannschaft. Es drohen Sperren und Geldstrafen.

Kiel | Dass Fußballer auf Spiele ihrer eigenen Mannschaft wetten, ist alles andere als ein Kavaliersdelikt. „Dabei spielt es zunächst einmal überhaupt keine Rolle, ob Spiele sogar manipuliert werden“, stellt Jörn Felchner, Geschäftsführer und Justiziar des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV) fest.

Dafür sorgt Paragraf 1 der Rechts- und Verfahrensordnung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), „die für alle Verbände, Vereine und Spieler unter dem Dach des DFB allgemeinverbindlich gilt“, wie Felchner betont. Dort heißt es: „Spielern, Trainern und Funktionsträgern von Vereinen und Tochtergesellschaften ist es untersagt, auf Gewinnerzielung gerichtete Sportwetten – selbst oder durch Dritte, insbesondere nahe Angehörige, auf eigene oder fremde Rechnung – auf den Ausgang oder Verlauf von Fußballspielen oder Fußballwettbewerben, an denen ihre Mannschaften mittelbar oder unmittelbar beteiligt sind, abzuschließen oder dieses zu versuchen. Sie dürfen auch Dritte nicht dazu anleiten oder dabei unterstützen, derartige Wetten abzuschließen.“

Selbst Wetten auf Partien der Ligakonkurrenten sind demzufolge verboten. Geahndet werden Verstöße im Rahmen des Sportrechts – also mit Spielsperren und Geldstrafen. Kommt zusätzlich eine Manipulation von Spielen hinzu, greift nicht nur der Paragraf 6a der DFB-Rechtsordnung, durch den sportrechtliche Strafen deutlich härter ausfallen.

Erwiesene Spielmanipulation ist daneben nämlich auch ein strafrechtlich relevanter Vorgang. „Dann handelt es sich um Betrug“, stellt Felchner fest, „weil zumindest dem Wettanbieter ein Vermögensschaden entsteht.“  Nach Paragraf 263 des Strafgesetzbuches (StGB) wird Betrug mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf, in besonders schweren Fällen sogar bis zu zehn Jahren geahndet.

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erstellt am 12.Nov.2014 | 06:46 Uhr

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