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Keine Übersetzung bei Klopps BVB-Abschied : Selbstironischer Live-Ticker: Englischer Reporter wird im Netz zur „Legende“

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Ben Bloom will über Klopps Abschiedsworte bei Borussia Dortmund berichten. Doch die Übersetzung fehlt. Macht aber nichts. Im Gegenteil. Die Twitterer sind entzückt. Immer noch.

„Warum kann ich kein Deutsch sprechen?“. Diese und andere Sätze des englischen Journalisten Ben Bloom machen im Internet seit Mittwoch die Runde. Der Grund: Bei der Pressekonferenz (PK) des BVB, als Jürgen Klopp seinen Abschied als Dortmund-Trainer offiziell verkündet, will der Reporter im Live-Ticker seine Leser darüber informieren, warum „Kloppo“ seine Ära beim BVB beendet. Doch das Ganze scheitert daran, dass bei der eilig einberaumten PK keine Übersetzer sind. Was tun? Bloom entscheidet sich für die Flucht nach vorne und macht sich über seine fehlenden Deutsch-Kenntnisse lustig.

Bei Twitter rät er der Jugend: Lernt Deutsch, wenn es euch der Lehrer sagt.

Während der Pressekonferenz hält er sich nicht lange mit Versuchen auf, Klopps Worte zu entschlüsseln. Er verstehe nichts von dem, was er sagt, schreibt Bloom im Live-Ticker. Alternativ bietet er mit einem Augenzwinkern ein Foto an, das den Trainer zeigt, wie er sich ein Glas Wasser einschenkt.

BVB_Ben_Bloom
Foto: Screenshot www.telegraph.co.uk

Bloom kann nicht mehr tun, als Stimmungen einzufangen. Und Gelächter. „Klopp hat gerade einen Witz gemacht. Und alle Pressevertreter haben gelacht“, schreibt er im Ticker. Was so lustig war? Der Reporter hat natürlich keine Ahnung.

Bloom versucht es auch mit Mutmaßungen: Er glaube, „dass Klopp bekannt gab, dass er eine neue Karriere als Extremsportler plant“.

Am Ende der PK entschuldigt sich der Reporter bei den Lesern für seine „Unprofessionalität“. Und schreibt: „Bitte sagt meinem Chef nicht, dass ich kein Deutsch spreche.“

Die Art und Weise, wie der Journalist mit dem Ganzen umgeht, kommt im Netz gut an. Bei Twitter sorgt der „Fauxpas“ auch am Donnerstag noch für Freude bei den Lesern. „Du hast meinen Tag gerettet“, schreibt diese Nutzerin an Bloom. Ein anderer dankt ihm, anders zu berichten, als alle anderen.

Und auch Jan Böhmermann meldet sich zu Wort. Er kennt sich mit Humor aus.

Auch seine Redaktion nimmt Blooms Auftritt mit Humor. Auf der „Telegraph“-Seite heißt es: „Wir haben ihn nicht gefeuert. Noch nicht.“

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erstellt am 16.Apr.2015 | 11:41 Uhr

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