Fussball-Länderspiel Deutschland gegen Finnland : „Schweinis“ letzter Kick: Das waren seine schönsten Momente im DFB-Dress

<p>Der größte Moment in der Karriere von Bastian Schweinsteiger: Er wird 2014 Weltmeister und liegt sich weinend nach dem Finale gegen Argentinien mit Bundestrainer Joachim Löw in den Armen.</p>

Der größte Moment in der Karriere von Bastian Schweinsteiger: Er wird 2014 Weltmeister und liegt sich weinend nach dem Finale gegen Argentinien mit Bundestrainer Joachim Löw in den Armen.

Es ist das 121. Länderspiel für Bastian Schweinsteiger und sein letztes. Ein Rückblick auf eine erfolgreiche Karriere.

shz.de von
31. August 2016, 16:30 Uhr

Mönchengladbach | Es ist das Ende einer schillernden Laufbahn, die im DFB-Team als blonder Lausbub „Schweini“ begann und nun als ergrauter Herr Schweinsteiger am Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF) in Mönchengladbach gegen Finnland mit dem 121. Einsatz für Deutschland vorbei ist. Mit allen Ehren. Bundestrainer Joachim Löw schenkte ihm ein Abschiedsspiel, das es für verdiente Nationalspieler seit Jahren eigentlich nicht mehr gibt. Sicher ist: Am Mittwochabend werden Tränen fließen, die Bilder von „Schweini“ werden bleiben. shz.de zeigt seine schönsten Momente im DFB-Dress.

<p>Beste Kumpels: Bastian Schweinsteiger (r.) und Lukas Podolski beim Training der Nationalmannschaft vor der Euro 2004. Ihre Debüts für Deutschland feierten sie gemeinsam: Am 6. Juni 2004 in Kaiserslautern gegen Ungarn.</p>
dpa

Beste Kumpels: Bastian Schweinsteiger (r.) und Lukas Podolski beim Training der Nationalmannschaft vor der Euro 2004. Ihre Debüts für Deutschland feierten sie gemeinsam: Am 6. Juni 2004 in Kaiserslautern gegen Ungarn.

Vor 15 Jahren bestritt Bastian Schweinsteiger sein erstes Länderspiel für die deutsche U18-Auswahl. Drei Jahre später feierte der Mittelfeldspieler sein Debüt in der A-Nationalmannschaft, am 6. Juni 2004 in Kaiserslautern bei der 0:2-Niederlage gegen Ungarn. Prompt stand das erste große Turnier an: Schweinsteiger fuhr zur Europameisterschaft 2004 mit nach Portugal. Danach folgten 119 weitere Länderspiele, sechs Turniere und etliche Höhepunkte.

WM 2006: Beim „Sommermärchen“ in Deutschland sicherte Schweinsteiger dem DFB-Team mit dem 3:1-Erfolg gegen Portugal Platz drei. Der Bayern-Profi war an allen drei Treffern beteiligt.

<p>Platz 3 bei der WM 2006: Bastian Schweinsteiger bei der Siegerehrung zwischen Philipp Lahm (r.) und Lukas Podolski (l.). </p>
dpa

Platz 3 bei der WM 2006: Bastian Schweinsteiger bei der Siegerehrung zwischen Philipp Lahm (r.) und Lukas Podolski (l.).

 

EM 2008: Das Turnier in der Schweiz und Österreich stand für Schweinsteiger unter keinem guten Stern. Erst nicht in der Startelf, dann Rote Karte im zweiten Spiel: Erst im Viertelfinale - wieder gegen Portugal - fand er seinen Rhythmus, erzielte einen Treffer und bereitete zwei vor.

Kapitäns-Debüt: Nach der EM 2008 übernahm Schweinsteiger im Länderspiel gegen Belgien (2:0) nach der Pause erstmals die Kapitänsbinde von Miroslav Klose und erzielte per Foulelfmeter gleich den Führungstreffer.

<p>„Schweini“ erstmals mit Kapitänsbinde. Er bejubelt seinen Elfmetertreffer mit Kevin Kuranyi.</p>
dpa

„Schweini“ erstmals mit Kapitänsbinde. Er bejubelt seinen Elfmetertreffer mit Kevin Kuranyi.

WM 2010: Bei der WM in Südafrika zählte Schweinsteiger zu den stärksten deutschen Spielern. Seine beste Leistung zeigte er mit zwei Assists beim 4:0 im Viertelfinale gegen Argentinien.

<p>WM-Viertelfinale gegen Argentinien: Schweinsteiger traf selbst nicht, bereitete aber zwei Tore für Deutschland vor.</p>
dpa

WM-Viertelfinale gegen Argentinien: Schweinsteiger traf selbst nicht, bereitete aber zwei Tore für Deutschland vor.

 

WM 2014: Das Bild vom aufopferungsvoll kämpfenden Schweinsteiger mit blutender Platzwunde im Finale gegen Argentinien (1:0) ging um die Welt.

<p>Schweinsteiger ist gegen Argentinien angezählt. Er blutet unter dem rechten Auge.</p>
dpa

Schweinsteiger ist gegen Argentinien angezählt. Er blutet unter dem rechten Auge.

Trotz Platzwunde spielte Schweinsteiger weiter und führte sein Team zum WM-Titel.

<p>Da ist das Ding: Schweinsteiger hält den WM-Pokal in Händen.</p>
dpa

Da ist das Ding: Schweinsteiger hält den WM-Pokal in Händen.

 

Kapitäns-Amt: Nach dem Rücktritt von Philipp Lahm im Anschluss an die WM wurde Schweinsteiger offiziell neuer Spielführer der deutschen Nationalmannschaft.

EM 2016: Am 7. Juli bestritt Schweinsteiger im Halbfinale gegen Frankreich sein letztes Länderspiel. Sein Handspiel eröffnete dem EM-Gastgeber den Weg zum 2:0. In der Auftaktpartie feierte er einen glänzenden Turniereinstand, als er kurz vor Schluss nach seiner Einwechslung im Spiel gegen die Ukraine den Treffer zum 2:0 erzielte. Sein 24. und letztes Länderspieltor.

<p>Tragischer Held: Schweinsteiger spielt Hand, es gibt Elfmeter für Frankreich und das 0:1.</p>
dpa

Tragischer Held: Schweinsteiger spielt Hand, es gibt Elfmeter für Frankreich und das 0:1.

 

Wie geht es weiter?

Trotz seiner Ausbootung bei Manchester United denkt Bastian Schweinsteiger nicht an ein Ende seiner Profi-Karriere. „Ich werde sicherlich nicht aufhören, Fußball zu spielen“, sagte der 32-Jährige vor dem Abschiedsspiel gegen Finnland. Sein absoluter Traum sei es für ihn weiterhin, in Manchester zu weiteren Einsätzen zu kommen. Dort berücksichtigt ihn der neue Trainer José Mourinho nicht mehr im Premier-League-Team. Einen möglichen Wechsel in die USA im Winter bezeichnete der langjährige Bayern-Profi als Option.

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