Nach Özils Rücktritt : Schleswig-Holsteinischer Fußballverband: Rassismus-Vorwurf unberechtigt

Mesut Özil hat seine Karriere in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft beendet.
Mesut Özil hat seine Karriere in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft beendet.

Der Fußballverband aus dem Norden spekuliert, dass eine andere Absicht hinter Özils Aussagen stecken könnte.

shz.de von
24. Juli 2018, 16:02 Uhr

Hamburg | Die Rassismusvorwürfe des ehemaligen Nationalspielers Mesut Özil gegen den Deutschen Fußball-Bund (DFB) haben energischen Widerspruch beim Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV) Hans-Ludwig Meyer hervorgerufen.

Hans-Ludwig Meyer, Präsident des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV), meinte: „Oliver Bierhoff und Reinhard Grindel haben sich sicherlich in der Causa Özil nicht ganz glücklich verhalten, aber einen Rassismus-Vorwurf kann man ihnen beim besten Willen nicht machen.“

Meyer spekuliert, dass mit Özils Aussagen ein anderes Ziel verfolgt werde: „Die Fußball-WM 2024 soll in die Türkei geholt werden“, befürchtete er. Jetzt gehe es für den DFB um zwei Aufgaben. „Das ist erstens die Instandsetzung unserer Nationalmannschaft und zweitens alles dafür zu tun, dass die EM 2024 ins Land kommt“, sagte Meyer.

Hamburger Fußballverband

Dirk Fischer ist Präsident des Hamburger Fußballverband (HFV).
Markus Scholz/dpa

Dirk Fischer ist Präsident des Hamburger Fußballverband (HFV).

 

„Die Aussagen sind wirklich großer Quatsch. Wer bringt denn in Deutschland die größte Migrationsleistung auf? Das ist der Fußball. Wir stärken mit dem Einsatz in den Vereinen auch das staatliche Rechtssystem“, sagte Fischer am Dienstag und ergänzte: Wer so etwas behaupte wie Özil, der habe von der Arbeit der Verbände keine Ahnung. „Die Realität unserer täglichen Arbeit reicht aus, um das zu widerlegen.“

Özils Statement

 
 
zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen