Schaffraths Tor reicht nicht für den VfB

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21. November 2011, 09:05 Uhr

Eine Leistungssteigerung reichte dem VfB Lübeck nicht, um beim TSV Havelse seine Negativtendenz zu stoppen. Nach einer mäßigen ersten und einer guten zweiten Hälfte siegten die Garbsener am Ende etwas glücklich mit 2:1 (2:0). Die Grün-Weißen hängen damit weiterhin im Tabellenkeller fest.

VfB-Trainer Denny Skwier czynski wirbelte die Mannschaft in seinem zweiten Spiel kräftig durcheinander. Im Vergleich zum verkorksten Spiel gegen Wilhelmshaven liefen mit Kevin Kluk und Startelfdebütant Dennis Voß zwar nur zwei neue Leute auf (Masami Okada und Sebastian Heidel saßen draußen). Doch taktisch veränderte Skwierczynski einiges. So rückte Sven Schaffrath erstmals auf die Sechserposition neben Voß. Die Linksverteidigerposition übernahm stattdessen Vasilis Vallianos. Rechts verteidigte Marcel Gebers, für den Kluk ins Abwehrzentrum rückte. Vorne rückte Danny Cornelius als zweite, nur phasenweise hängende Spitze neben Domagoj Duspara, Ermir Zekiri spielte dafür im rechten Mittelfeld. Im Gegensatz zu den Lübeckern nahm Havelses Trainer Andre Breitenreiter keine Veränderungen vor, vertraute der gleichen 4-2-3-1-Formation wie beim 1:1 in Hannover.

Der VfB war offensiv zunächst deutlich aktiver als in der Vorwoche und sichtlich bemüht, auch selbst Akzente im Spiel nach vorn zu setzen. Gebers mit einem Kopfball nach der ersten Ecke von Dominic Hartmann (2., drüber) und Duspara, der aus 18 Metern an Markus Straten-Wolf scheiterte (19.) setzten zumindest erste Nadelstiche nach vorn. Havelse schaffte es zwar nicht, den VfB unter Druck zu setzen, war jedoch schon in der Anfangsphase immer dann gefährlich, wenn lange Bälle auf Sturmspitze Christopher Beismann gespielt wurden. Die Lübecker Abwehr wirkte dabei in allen Schnittstellen sehr anfällig, im Zentrum bekamen die Gäste die Passwege nicht zugestellt. Zum 1:0 führte jedoch ein grober Schnitzer von Marcus Steinwarth. Der Innenverteidiger verlor den Ball im Spielaufbau, Beismann bediente Ali Moslehe, der das Laufduell gegen Schaffrath gewann und einschoss (21.). Nach einer kurzen Schockphase schien es danach so, als könnten die Lübecker das Spiel in den Griff bekommen. Nach dem besten Angriff der ersten Halbzeit hatte Voß eine gute Schusschance, nachdem Duspara abgelegt hatte (30.). Im Anschluss an die folgende Ecke scheiterte auch Gebers noch an Straten-Wolf. Doch das blieb ein Strohfeuer. Nach einem erneuten Lübecker Ballverlust schaltete Havelse schnell um. Marc Vucinovic setzte sich durch, flankte und Beismann köpfte in der Mitte unbedrängt ein (42.).

Aus der Pause kamen die Lübecker neu motiviert und besser geordnet - nun im 4-2-3-1 mit Hartmann im Offensivzentrum und Cornelius im linken Mittelfeld. Schon die erste Ecke führte zum Erfolg, Hartmann gab den Ball herein, Schaffrath köpfte ziemlich unbedrängt zum 2:1 ein (47.). Auch in der Folgezeit setzten die Grün-Weißen nach, bestimmten jetzt eindeutig das Geschehen. Zekiri bot sich eine große Chance zum Ausgleich, doch im Anschluss an einen Freistoß traf er nur den rechten Pfosten (58.). Die Havelser Abwehr zeigte sich in der Folgezeit alles andere als sattelfest, doch so richtig schafften es die Lübecker nicht, diese Schwächen zu bestrafen. Cornelius (73.) und Duspara (80.) nutzten grobe individuelle Schnitzer (Smidt, Tasky) nicht entschlossen genug. Und so hätte Havelse, bis dahin nach der Pause kaum gefährlich, sogar noch das 3:1 machen können, als erst Ahmet Kaya an Toboll und dann Moslehe an einem Abwehrbein scheiterten (87.). Am Ende zitterte die Breitenreiter-Elf den Sieg mit Glück über die Zeit.

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