Landespokalfinale gegen Husum : SC Weiche Flensburg 08 qualifiziert sich für DFB-Pokal

Flensburgs Junior Ebot-Etchi (l.) im Kampf um den Ball.

Flensburgs Junior Ebot-Etchi (l.) im Kampf um den Ball.

Nach einem 3:0-Sieg gegen Husum tritt Flensburg in der ersten Runde des DFB-Pokals an.

shz.de von
21. Mai 2018, 14:19 Uhr

Flensburg | Der Gastgeber war mehr als zufrieden. „Der Schritt in den Norden war genau richtig. Alles hat zu 180 Prozent geklappt“, lobte Hans-Ludwig Meyer, Präsident des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV). Dabei hatte Meyer allerdings übersehen, dass die Konfetti-Kanonen, die eigentlich bei der Siegerehrung goldene Schnipsel in den Nachmittagshimmel schießen sollten, ihren Dienst versagten – die Stromzufuhr hatte nicht funktioniert.

Es störte niemanden. Nicht die Spieler des SC Weiche Flensburg 08, die sich mit dem 3:0 (1:0) gegen die Husumer SV den SHFV-Lotto-Pokal und damit bereits den zweiten Titel innerhalb von fünf Tagen sicherten. Nicht die Akteure der unterlegenen Husumer SV, die sich mehr als gut verkauften und sich mit ihrem Auftreten viele neue Freunde gemacht haben dürften.

Auch die 2527 Zuschauer, die bei herrlichem Sommerwetter und etwas Wind einen unterhaltsamen Fußball-Nachmittag erlebten, werden den Konfetti-Regen nicht vermisst haben. Bei den Frauen lieferte Oberligist TuRa Meldorf dem Regionalligisten Holstein Kiel einen beherzten Kampf. Den Pokal mussten die Dithmarscherinnen nach dem 1:3 (1:1) zwar Kiel überlassen, der Preis für die engagierteste Fan-Unterstützung war ihnen jedoch nicht zu nehmen.

„Double hält besser“

Das Männer-Endspiel nahm den erwarteten Verlauf. „Der Anfang war etwas holprig. Je länger es 0:0 steht, desto besser läuft es für Husum“, sagte Flensburgs Jonas Walter, der zu den auffälligsten Akteuren zählte. Nach dem 1:0 von Tim Wulff per Kopfball nach Flanke von Fiete Sykora (36. Minute) wuchs die Überlegenheit des Regionalliga-Meisters aber von Minute zu Minute.

Die zweite Halbzeit war dann überwiegend einseitig. Nach dem 2:0, das Florian Meyer in der 55. Minute nach präzisem Steilpass von Walter und Flanke von Ilidio erzielte, war die Partie entschieden. Fiete Sykora (61.) hätte gleich zwei Mal das 3:0 machen müssen. Sieben Minuten später machte Walter nach Pass des eingewechselten Fabian Arndt den Deckel drauf. Spieler und Trainer streiften sich die T-Shirts mit der Aufschrift „Double hält besser“ über, dann ging’s zur Siegerehrung.

Etwas abseits, ebenfalls im neuen Shirt, stand Liga-Geschäftsführer Harald Uhr und genoss den Triumph eher still. „Ein Wahnsinnsjahr. Das ist der dritte Titel nach dem Hallen-Masters und der Regionalliga-Meisterschaft. So eine Mannschaft wie diese kriegen wir so schnell nicht wieder zusammen. Ein überragender Zusammenhalt“, freute sich der Flensburger „Macher“. Einen vierten Titel hatte er gar nicht erwähnt, obwohl die Fördestädter auch darauf sehr stolz sind:  Zum fünften Mal in Serie ist der SC Weiche Flensburg 08 Sieger der Fairplay-Wertung in der Regionalliga.

Eine ausgelassene Feier gab es nicht – am Donnerstag und am Sonntag stehen die beiden Aufstiegsspiele zur 3. Liga gegen Energie Cottbus an. „Wir haben ja gar keine Zeit, uns zu freuen“, bedauerte Uhr. Die gut 140.000 Euro für das Erreichen der ersten Hauptrunde im DFB-Pokal sollten da zumindest ein kleiner Trost sein.

Der Spielverlauf im Liveticker

Auch TuS Dassendorf beim DFB-Pokal

Auch der TuS Dassendorf hat den Einzug in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals geschafft. Im Hamburger Cupfinale feierte die Mannschaft, die zum fünften Mal in Serie als Oberliga-Meister feststeht, am Montag vor 4183 Zuschauern einen 2:0 (0:0)-Sieg über den Staffelrivalen Niendorfer TSV. Für die Lauenburger war es der zweite Erfolg nach der Premiere im Jahr 2000.

Der Außenseiter aus Niendorf hielt die Partie lange Zeit offen, war dann aber bei einem Eckball in der Defensive unsortiert. So hatte Jeremy Opoku Karikari in der 72. Minute keine Probleme, den Ball aus kürzester Distanz mit dem Kopf über die Linie zu drücken. In der 89. Minute sorgte der Abwehrspieler erneut per Kopf für die Entscheidung.

(mit dpa)

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