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Fussball-Zweitligist : SC Paderborn: Stefan Effenberg ist neuer Trainer

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Der Ex-Bayern-Spieler und der Bundesliga-Absteiger haben sich geeinigt. Effenberg bekommt seine erste Chance als Coach.

Paderborn | Stefan Effenberg ist neuer Trainer beim Fußball-Zweitligisten SC Paderborn. Der frühere Nationalspieler erhalte einen Vertrag bis zum 30. Juni 2017, teilte der Verein am Dienstag mit.

Effenberg war in den 90er und den ersten 2000er Jahren ein Star in der Bundesliga, der als genialer, führungsstarker Spielmacher respektiert, aber wegen seiner Eskapaden, Provokationen und Skandale nicht bei jedermann beliebt war. Der 47-Jährige gewann als Bayern-Spieler 2001 die Champions League.

„Für den Einstieg in dieses Metier ist Paderborn eine Top-Adresse, was auch die eindrucksvollen Karrieren meiner Vorgänger zeigen“, erklärte Effenberg in einer Pressemitteilung auf der Vereins-Homepage.

Er habe seit einiger Zeit ernsthaft darüber nachgedacht, als Chef-Trainer zu arbeiten, sagte der einstige Profi unter anderem von Bayern München und Borussia Mönchengladbach. Er hatte seine Karriere 2004 beendet, Effenbergs letzte Station war der Al-Arabi Sports Club. „Der SCP verfügt über viel Qualität im Kader, daraus müssen wir jetzt möglichst schnell ein erfolgreiches Team formen.“

„Die Chemie passt! Stefan Effenberg ist ein erstklassiger Fußball-Experte und heiß auf seine Aufgabe beim SCP“, sagte Paderborns Präsident Wilfried Finke. „Er wird unserer Mannschaft neues Selbstbewusstsein einhauchen und auch die Fans begeistern.“

Finke will nach der Beurlaubung von Markus Gellhaus vor einer Woche mit der Effenberg-Verpflichtung neue Impulse setzen und den drohenden Absturz in die Drittklassigkeit verhindern. Nach nur sieben Punkten aus zehn Zweitliga-Partien liegt Paderborn auf Platz 15. „Die Geschichte der vergangenen Monate zeigt, dass wir einen anderen Typus brauchen als Trainer, dass wir eine andere Ansprache brauchen“, zitiert die „Sport Bild“ Finke. „Und was mir gefällt: Er kann schlecht verlieren!“

Den Kontakt zum neuen Coach hatte Paderborns Geschäftsführer Sport, Michael Born, hergestellt. „Bereits im ersten Gespräch hat mich Stefan Effenberg davon überzeugt, dass er der richtige Kandidat für unsere Position des Cheftrainers ist“, sagte der Manager. Dieser Eindruck habe sich im zweiten Gespräch mit Präsident Finke auf Mallorca vertieft.

„Effe“ könnte bereits am Freitag gegen Eintracht Braunschweig sein Trainerdebüt geben. Der in Hamburg-Niendorf geborene Ex-Profi hatte 2004 seine Spielerkarriere beendet und 2012 die Fußballlehrer-Lizenz erworben. Dass er als Coach noch nicht aktiv war, hält Finke nicht für ein Manko: „Effenberg hat einen großen Erfahrungsschatz. Er weiß mit der Situation umzugehen.“ Bei der Wahl seiner Cheftrainer hat der Verein in den vergangenen Jahren mit Roger Schmidt (heute Bayer Leverkusen) und André Breitenreiter (heute Schalke 04) zweimal ein gutes Händchen bewiesen.

Als Co-Trainer wird Effenberg den 29-jährige Sören Osterland, der aktuell die U19-Nationalmannschaft von Ungarn betreut, mit nach Paderborn bringen. Osterland ist der jüngste Coach, der die Ausbildung als Fußballlehrer in Deutschland abgeschlossen hat.

Prominentestes Eklat-Beispiel ist wahrscheinlich eine Szene von der WM 1994, als Effenberg mit einem „Stinkefinger“ die ihn ausbuhenden Fans im Südkorea-Spiel provozierte und daraufhin nach Hause geschickt wurde. „Ich bin nicht der Typ, der geliebt werden will“, sagte er einst in einem Interview.

Effenbergs neue Aufgabe sorgt auch bei Twitter für Aufsehen, bei Experten und Fußball-Fans.

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erstellt am 13.Okt.2015 | 13:17 Uhr

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