Neues vom HSV : „Sammer soll Mund halten“: Seeler und Calmund nehmen Spieler in Schutz

Uwe Seeler macht sich wie immer Sorgen, kann die defensive Spielweise aber nachvollziehen.
Uwe Seeler macht sich wie immer Sorgen, kann die defensive Spielweise aber nachvollziehen.

Der HSV kommt ohne spielerischen Glanz aus. Das kann Sinn machen, sagen einige. Vielleicht kann Ekdal helfen.

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05. Dezember 2017, 16:34 Uhr

Hamburg | Reiner Calmund, seinerzeit als Manager von Bayer Leverkusen erfolgreicher Importeur brasilianischer Spielkunst, kann die Kritik am Hamburger SV wegen der blassen Spielweise beim 0:0 in Freiburg am vergangenen Freitag nicht teilen. „Der HSV hat bei einem direkten Konkurrenten einen Zähler geholt. Das ist gut und kann noch Gold wert sein“, erklärte das einstige Bundesliga-Schwergewicht der „Hamburger Morgenpost“. Und: „Mir hat gut gefallen, wie selbstkritisch die Spieler hinterher waren.“ Außerdem sei es nicht Eiskunstlauf, es gehe im Fußball um Punkte.

Eurosport-Experte Matthias Sammer hatte die Spielweise des HSV aufgrund mehrerer planloser Verlegenheitspässe scharf kritisiert. „Sie wollen gar nicht richtig Fußball spielen“, haderte er und schlug vor: „Die Hamburger sollen doch den Antrag stellen, dass sie ohne Ball spielen.“ Sammers Worte solle man nicht überbewerten, meinte Calmund. „Der Matthias hat zwei Spitznamen: Feuerkopf und Motzki. Das hat man nun auch wieder gesehen.“ „Ich würde Sammer vorschlagen, den Mund zu halten“, pflichtete HSV-Legende Uwe Seeler (81) ihm in der „Sportbild“ bei. „Wir wissen doch, dass der HSV zurzeit auswärts nicht viel besser spielen kann. Ich freue mich aber über den Punkt.“

Der HSV-Mittelfeldzentrale würden strategische Fähigkeiten und etwas mehr Kreativität sicher auch in den Augen von Trainer Markus Gisdol guttun. So kommt die Genesung von Albin Ekdal gerade recht. Der schwedische WM-Fahrer ist ins Mannschaftstraining zurückgekehrt und absolvierte am Dienstag große Teile der Einheit mit seinen Teamkollegen. Beim Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen den VfL Wolfsburg könnte die Nummer 20 wieder in den Kader der Hanseaten rücken. Die vergangenen drei Partien hatte Ekdal wegen Oberschenkelproblemen verpasst, die er sich bei der Länderspielreise zugezogen hatte, die zur sensationellen WM-Qualifikation gegen Italien führte.

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Auch Lewis Holtby war im Volkspark wieder mit von der Partie. Ob der 27-Jährige eine Option für die Begegnung gegen die „Wölfe“ ist, scheint fraglich. Vor seiner Zwangspause von zwei Spielen wegen einer Oberschenkelverletzung war der Mittelfeldakteur von Trainer Markus Gisdol zweimal nicht für den Kader nominiert worden. Zum bis dato letzten Mal stand Holtby beim 0:1 gegen Bayern München am 21. Oktober auf dem Rasen, womöglich wird er den Verein im Winter verlassen.

Bis Weihnachten haben die Rothosen noch einiges vor. Top-Scorer und Motivator Dennis Diekmeier (drei Torvorlagen) legte in der „Mopo“ vor : „Wir wollen gegen Wolfsburg und Frankfurt ein Feuerwerk abbrennen und unseren Fans einen geilen Heim-Abschluss im Volkspark bescheren.“ Den Abschluss findet die HSV-Hinrunde in Mönchengladbach, wo es womöglich erstmal um ein 0:0 geht.

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