RTSV siegt verdient - Steltner wettert

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07. November 2011, 09:05 Uhr

Nur phasenweise entwickelte das Nachbarschaftsduell echten Derbycharakter. Über 300 Zuschauer, sechs Tore, ein Platzverweis und die Entscheidung erst in den Schlussminuten lassen zwar auf eine hitzige Auseinandersetzung schließen, aber die größte Aufregung verbreitete OTSV-Trainer Arne Steltner, der seine Mannschaft nach dem Abpfiff noch auf dem Feld ordentlich die Meinung "geigte". "Ich habe den Jungs gesagt, dass 20 gute Minuten in so einem Derby nicht reichen. Es muss sich jeder hinterfragen, ob er im Abstiegskampf alles für den Verein gibt", wetterte er.

Sein Team hatte nach völlig verschlafener erster Hälfte und dem Ausgleichstreffer aus dem Nichts von Kevin Rathjen (32.), die Partie nach dem Seitenwechsel gedreht, aber die Leistungssteigerung währte nur kurz, weil Rendsburgs Trainer Lars Zeruhn mit Malte Hehlert (hatte in der Woche wegen eines Magen-Darm-Infekts nicht trainiert) den Mann des Spiels einwechselte. Mit seinem lupenreinen Hattrick sorgte er für einen letztendlich verdienten Sieg des RTSV. Denn die Gäste dominierten den ersten Abschnitt beinahe nach Belieben, hatten deutlich mehr Ballbesitz und präsentierten sich als das spielerisch reifere Team. Zudem hatten "die Grünen" ihre Nerven im Griff, was Zeruhn als maßgeblichen Grund für den Sieg ausmachte. "Wir haben den Spielern im Vorwege dieser Partie immer wieder gesagt, dass sie sich diszipliniert verhalten und sich nicht von Provokationen anstecken lassen sollen."

Dieses kontrollierte Auftreten, Malte Hehlert und ein bärenstarker Kerem Atamtürker im Mittelfeld gaben am Ende den Ausschlag.

OTSV: Jeromin - Furhmann, Belling, Claussen, Zapfe - Mosebach, Gravert (67. Hardt), Dollnick, Borkel - N. Krug (74. Kuklinski), Rathjen.

RTSV: Skoruppa - Berndt, Weber, Cavdar - Ahrends, Atamtürker - Kerlin, Ma. Witt (76. A. Sümnick), Grbavac - Mu. Korkmaz (83. Jöhnk), Bannow (46. Hehlert).

SR: Heyn (Rotenhof).

Zuschauer: 307.

Rote Karte: Mosebach (84., Tätlichkeit).

Tore: 0:1 Ma. Witt (14.), 1:1 Rathjen (32.), 2:1 Rathjen (55.), 2:2 Hehlert (60.), 2:3 Hehlert (90.), 2:4 Hehlert (90./+3).

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