Pressekonferenz des SC Weiche Flensburg 08 : DFB-Pokal gegen VfL Bochum: „Mit Spielglück ist da was drin für uns“

Pressekonferenz zum DFB Pokalspiel SC Weiche Flensburg 08 gegen VfL Bochum. Kapitän Christian Jürgensen (von links), Trainer Daniel Jurgeleit, Julian Heldt (Medienbeauftragter) und Liga-Geschäftsführer Harald Uhr. 

Pressekonferenz zum DFB Pokalspiel SC Weiche Flensburg 08 gegen VfL Bochum. Kapitän Christian Jürgensen (von links), Trainer Daniel Jurgeleit, Julian Heldt (Medienbeauftragter) und Liga-Geschäftsführer Harald Uhr. 

Vierte gegen Zweite Liga: Der VfL Bochum ist haushoher Favorit. Doch so groß sind die Unterschiede vielleicht gar nicht.

von
17. August 2018, 17:22 Uhr

Flensburg | „Das ist Profifußball“, sagt Daniel Jurgeleit. Der Trainer des Fußball-Regionalligisten SC Weiche Flensburg 08 spricht über das DFB-Pokalspiel am Sonntag (15.30 Uhr) im Manfred-Werner-Stadion gegen den Zweitligisten VfL Bochum. Und er fügt, ohne eine Miene zu verzeihen, hinzu: „Es ist alternativlos, eine Runde weiterzukommen.“ Schmunzeln bei der Pressekonferenz im Mürwiker sh:z-Medienhaus, doch Liga-Geschäftsführer Harald Uhr springt seinem Trainer bei: „Wir fiebern dem Spiel entgegen und träumen von einem Wunder – und wir haben auch das Recht dazu.“

 

Vierte gegen Zweite Liga – doch so groß sind die Unterschiede vielleicht gar nicht. „Fast hätten beide Mannschaften gemeinsam in der 3. Liga gespielt“, sagt Uhr. Bochum schwebte in der vergangenen Saison lange in Abstiegsgefahr, machte den Klassenerhalt erst am 32. Spieltag perfekt. Und Weiche Flensburg 08 scheiterte in den Aufstiegsspielen nur knapp an Energie Cottbus (2:3, 0:0). Natürlich ist der VfL Favorit, doch: „Mit Spielglück ist da was drin für uns“, sagt Mittelfeldspieler Dominic Hartmann, der mit dem VfB Lübeck – ebenso wie Kapitän Christian Jürgensen mit Holstein Kiel – schon DFB-Pokal-Luft schnuppern durfte.

Flensburger Pokal-Vorfreude bei Kapitän Christian Jürgensen (links) und Trainer Daniel Jurgeleit.
Marcus Dewanger
Flensburger Pokal-Vorfreude bei Kapitän Christian Jürgensen (links) und Trainer Daniel Jurgeleit.

Mehr als 2400 der 3500 Tickets für das Pokalspiel sind bereits verkauft worden, auch heute sind an einigen Vorverkaufsstellen (z. B. dem sh:z-Kundencenter in der Nikolaistraße bis 14 Uhr) noch Karten erhältlich. Die Tageskasse am Sonntag ist von 13.30 Uhr an geöffnet. Bei aller Vorfreude – Marketing-Leiter Edgar Nies goss auch etwas Wasser in den Pokal-Wein: „Wir hätten uns bei den Vorbereitungen gewünscht, dass die Stadt Flensburg mit mehr Leidenschaft an die Sache herangeht. Wir haben uns lange Zeit allein gelassen gefühlt.“

Die Mannschaft fiebert dem großen Spiel entgegen. „Wir haben nichts zu verlieren, aber viel zu gewinnen“, sagt Jürgensen und fügt mit einem Seitenblick auf seinen Trainer hinzu: „Und wir werden wieder einen guten Matchplan haben.“ Der sieht laut Daniel Jurgeleit ungefähr so aus: „Wir müssen kompakt stehen und auch punktuell was nach vorne machen. Wenn der Gegner unruhig wird, darüber nachdenkt, dass er hier ausscheiden könnte – dann ist was möglich.“

Er erinnert an die Saison 2002/03, als er mit Holstein Kiel (damals Regionalliga) im Pokal auf den Erstligisten Hertha BSC traf. Jurgeleit war damals Interimstrainer. Nach 120 Minuten stand es 1:1, das Elfmeterschießen gewann Außenseiter Holstein mit 3:0. In Runde zwei kam allerdings das Aus, wieder mit Jurgeleit als Spieler – übrigens gegen den VfL Bochum (1:2).

„So ein Spiel – daran werden sich die Jungs noch lange erinnern. Das ist etwas ganz Besonderes für das Team und die Stadt Flensburg, das haben wir uns über Jahre erarbeitet“, sagt Jurgeleit und Jürgensen pflichtet ihm bei: „Das ist außergewöhnlich. Ich bin seit sechs Jahren hier und eines meiner Ziele war immer, DFB-Pokal in Flensburg zu spielen.“ Spieler und Trainer haben sich intensiv mit Bochum beschäftigt, sich die Spiele des VfL gegen Köln (0:2) und in Duisburg (2:0) angesehen. „Das sind alles gestandene Bundesligaspieler“, weiß Dominic Hartmann. Aber er sagt voller Überzeugung: „Wir haben auch Qualität im Kader und wollen zeigen, dass wir was draufhaben.“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen