PSV bleibt das i-Tüpfelchen verwehrt

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02. Juli 2012, 08:05 Uhr

Der Polizei-SV Union spielte in der Saison nach seinem Abstieg aus der SH-Liga sofort um den direkten Wiederaufstieg mit. Am Ende scheiterte der Vizemeister der Verbandsliga Süd-West jedoch in der Aufstiegsrunde.

Wie zu erwarten, gehörte der PSV sofort wieder zu den Topteams der Sechsten Liga. Der zweite Platz und damit verbunden die Berechtigung zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde wurde gemäß der eigenen Zielsetzung erreicht. Am Ende fehlten den "Ordnungshütern" in der Verbandsliga-Meisterschaftsrunde nur drei läppische Zähler, um den Fahrstuhl zurück in die Beletage Schleswig-Holsteins zu nehmen.

Nachdem die Grün-Weißen mit fünf Siegen hintereinander einen Start erster Güte hingelegt hatten und die erste Niederlage erst am zehnten Spieltag über sie gekommen war, leisteten sie sich in regelmäßigen Abständen Patzer, wodurch das Saisonziel zunächst in die Ferne rückte. Auch die Spiele gegen die beiden großen Konkurrenten Hartenholm (2:4) und FC Itzehoe (0:2) gingen verloren.

Für die Restrunde gab der im vergangenen Sommer von Comet Kiel gekommene Trainer Patrick Nöhren vor, eine zweistellige Zahl von Punkten zu erreichen, bei der vorne eine drei stehen müsse, um noch Chancen auf Meisterschaft und Aufstieg zu haben - ergo: 30 Punkte plus X. Bei nur elf verbliebenen Partien ein schier unmögliches Unterfangen, sollte man meinen. Doch tatsächlich spielte die Nöhren-Equipe eine beeindruckende Rückrunde, in der die vorgegebene Punktzahl beinahe erreicht wurde. Nur eine Niederlage (0:2 in Gadeland) und ein Remis (1:1 gegen Itzehoe) durchkreuzten die Siegesserie. Weil der als absoluter Topfavorit in die Saison gegangene FC Itzehoe ungeahnte Schwächen zeigte, der TuS Hartenholm aber sein Punktepolster noch retten konnte, sprangen letztlich der zweite Rang und die Qualifikation für die Aufstiegsrunde heraus. Dort jedoch zeigten die Kicker von der Stettiner Straße Nerven. Der über die Saison gesehen in seiner Leistung eigentlich recht stabile Schlussmann Dennis Spantig offerierte insbesondere im Abfangen von Flanken große Probleme, die nicht folgenlos blieben. Die Offensive um Torjäger Christian Scheinpflug, ließ gegen Schilksee (0:1) auch die aussichtsreichsten Chancen liegen, oder spielte seine Angriffe wie in Ahrensburg (1:1) und gegen Meldorf (0:3) nicht gut aus. Dennoch präsentierten sich die "Polizisten" in der Aufstiegsrunde über weite Strecken spielbestimmend - dort macht sich die Handschrift von Nöhren bemerkbar, der der Mannschaft einen neuen Stil eingeimpft hatte.

Neben dem neuen Coach Nöhren wussten unter den Neuzugängen besonders Bastian Hasler, Dennis Ra stetter, Yahya Sucu und Kai Siedschlag zu gefallen. Sie sicherten sich prompt ihre Stammplätze.

Auch im Umfeld ist weiterhin alles im grünen Bereich. Nöhren und Co-Trainer Bernd Siedschlag verlängerten schon im Winter ihre Verträge um ein weiteres Jahr bis 2013. Mit Marco Möller und Nicola Soranno (beide vom Nachbarn VfR), Dennis Usadel (ETSV Weiche), Thies Kalina (Vineta Audorf) und Niklas Knutzen (Büdelsdorfer TSV A-Jugend) stehen fünf Verpflichtungen für die neue Saison fest. Demgegenüber steht mit Tim Valentin (wahrscheinlich Karriereende) bisher nur ein Abgang.

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