PSV bewahrt trotz trüber Sicht den Durchblick

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21. November 2011, 09:05 Uhr

In seinem ersten Verbandsliga-Spiel war der diesjährige Neuling TuS Garbek vom PSV Neumünster gewogen und für zu leicht befunden worden: Eine 2:5-Klatsche kassierten die Segeberger am 16. August an der Stettiner Straße - nun wollten sie es daheim natürlich besser machen. Das als Titelanwärter in die Spielzeit gestartete Team von PSV-Trainer Patrick Nöhren hatte zuletzt mit einem 0:2 beim FC Itzehoe seine bereits dritte Saison-Niederlage kassiert - einen weiteren Patzer durften sich die Schwalestädter also auf keinen Fall erlauben.

In Wensin entwickelte sich in der ersten Halbzeit eine ausgeglichene Partie, in der die Hausherren in der 21. Minute vergeblich auf Elfmeter reklamierten: "Da wurde Daniel Mester von Marcel Pinkert klar umgerissen, das haben sogar die Neumünsteraner zugegeben", ärgerte sich TuS-Trainer Michael Voß, dass die Pfeife von Schiedsrichter Björn Gustke (Bad Oldesloe) in dieser Szene stumm blieb. Doppelt ärgerlich für die Segeberger, dass ausgerechnet der angebliche "Elfmeter-Sünder" Pinkert unmittelbar vor der Pause nach einem Eckstoß zum 0:1 einköpfte. "Da fehlte uns die Zuordnung, das hätte nicht passieren dürfen", haderte Voß mit der in dieser Szene mangelhaften Konzentration seiner Schützlinge.

Nach dem Seitenwechsel gestalteten die Garbeker das Spiel zunächst weiter ausgeglichen, bis die Gäste mit einem Doppelschlag den Sack zumachten: Christoph Scheinpflug und Daniel Witt waren jeweils im Nachschuss aus Nahdistanz erfolgreich. "Da waren wir nicht wach genug, um die Abpraller vor den PSV-Spielern wegzuschlagen", schimpfte Voß, dessen Elf offensiv zu harmlos agierte: "Wir haben es leider nicht geschafft, unser gutes Mittelfeld-Spiel vor das gegnerische Tor zu verlagern." Während die Garbeker in der Schlussphase ihre Energie vor allem darauf verwendeten, einen Spielabbruch wegen schlechter Sichtverhältnisse (über dem Platz in Wensin war dichter Nebel aufgezogen) zu erwirken, legten die Gäste noch das 0:4 nach. "So stark wie im Hinspiel war der PSV nicht, hat aber aus sechs Chancen vier Tore gemacht - und das zeichnet ein Spitzenteam aus", so Voß.

Garbek: A. Noack - Haack (62. Bornhöft), Diener, Mann, T. Habich, S. O. Habich (56. L. Ilinsch), Beeck, Nagel, D. Mester, P. Noack, O. Mester.

PSV Neumünster: Spantig - Pinkert, T. Valentin (46. Keser), Scheinpflug (68. Viergutz), Witt (80. Eggers), Pfützenreuter, Tinney, Reichow, Lututala, Beckmann, Khemiri.

SR: Gustke (Bad Oldesloe).

Zuschauer: 80.

Tore: 0:1 Pinkert (45.), 0:2 Scheinpflug (65.), 0:3 Witt (66.), 0:4 Eggers (85.).

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