Platz zehn: Köpke zieht gemischtes Fazit

Avatar_shz von
20. Juni 2011, 08:05 Uhr

Mit gemischten Gefühlen blickt der TSV Klausdorf auf die vergangene Saison zurück. Als Absteiger der Schleswig-Holstein-Liga belegten die Mannen von Trainer Stefan Köpke den zehnten Tabellenplatz. "Wir haben vielleicht einige Dinge unterschätzt", spielt Köpke auf den Neuaufbau an. Erfahrene Spieler wie Gesper und Gahr gingen im vergangenen Jahr, junge Spieler wie David Ohle wurden verpflichtet. "Der Umbruch war aber nötig. Man kann als Absteiger nicht da weiter machen, wo man in der Saison zuvor aufgehört hatte."

Das Ziel hieß allerdings, mindestens den sechsten Rang zu erreichen. "Wir waren personell zu schwach aufgestellt", bemängelte Köpke. Spieler wie Mirza, Aydemir, Metzner, Lienhöft, Bola und Richardt standen nur selten zur Verfügung. "Bei einem 24-Mann-Kader ist es schwer, wenn sechs Mannen von Anfang an nur sehr unregelmäßig da sind, etwas aufzubauen." Die Trainingsbeteiligung ließ zu wünschen übrig, Einheiten mit der Viererabwehrkette konnten nur selten durchgeführt werden. Zudem haben einige Spieler ihre Erwartungen nicht erfüllt.

Die Stärken sah Köpke in der "Präsenz, wenn der Druck groß genug war." Drohte ein Abstiegsplatz, rissen sich die Klausdorfer zusammen und holten wichtige Punkte. Allerdings war laut Köpke die Unruhe im und um den Verein zu groß. "Die Mannschaft konnte das nicht auffangen. Das hat gestört." Auch fehlte Köpke die Konstanz einiger Spieler: "Wir hatten charakterschwache Spieler in unseren Reihen."

Nichtsdestotrotz sei die Saison eins nach dem Abstieg eine sehr lehrreiche gewesen. "Wir werden aus dieser Spielzeit mit Sicherheit unsere Lehren ziehen und nächstes Jahr wieder angreifen."

Für die nächste Saison war Köpke schon auf dem Transfermarkt tätig. Dennis Rohleder (TSV Altenholz), Tobias Wendt (Schleswig 06), Chris Wippich, David Wolke (beide Flintbek), Ahmed Badrahn (VfL Laboe) und Torben Rose (TSV Schönberg) werden den TSV Klausdorf verstärken. Weitere Gespräche laufen noch. Nicht mehr dabei sein werden dagegen Sven Schmedemann (Eider Büdelsdorf), Clemens Schneider, Semih Aydemir (beide Ziel unbekannt), Max von Randow (Preetzer TSV) und Marc Bola (privat).

Optimistisch blickt Stefan Köpke in die kommende Spielzeit: "In der zweiten Saison nach dem Abstieg und mit den schon gewonnen Neuzugängen werden wir es leichter haben, als im vergangenen Jahr."

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen