Zweite Liga : Paderborn und Holstein Kiel trennen sich in turbulenter Partie 4:4

 Der Torschütze Janni Luca Serra (3.v.l.) aus Kiel feiert seinen Treffer zum 3:3 mit Kingsley Schindler (r).

Der Torschütze Janni Luca Serra (3.v.l.) aus Kiel feiert seinen Treffer zum 3:3 mit Kingsley Schindler (r).

Holstein Kiel macht aus einem 1:3-Rückstand zur Halbzeit beim SC Paderborn noch ein 4:4.

shz.de von
09. November 2018, 20:56 Uhr

Paderborn | Dank seiner starken Abteilung Attacke hat Fußball-Zweitligist Holstein Kiel mit einem 4:4 (1:3) beim Aufsteiger SC Paderborn einen Teilerfolg erzielt. „Wir haben den Zuschauern hier ein absolutes Festival geboten. Wenn man den Spielverlauf sieht, ist es unfassbar, dass wir zurückkommen und das Ding noch drehen. Dann müssen wir so clever sein und das Ding nach Hause fahren“, sagte Holstein Kiels Torhüter Kenneth Kronholm am Freitagabend.

Kingsley Schindler (6. Minute, 80./Handelfmeter), Janni Serra (71.) und Alexander Mühling (74.) erzielten vor 10.035 Zuschauern in der Benteler-Arena die Tore  für die Norddeutschen, die inklusive DFB-Pokal nun schon seit fünf Spielen nicht mehr verloren haben.

Babacar Gueye (1. Minute), Philipp Klement (9.) und Ben Zolinski (41., 90.) trafen für die Ostwestfalen, die daheim ungeschlagen bleiben.

Zweitschnellstes Tor der Zweitliga-Historie

Die Partie begann so spektakulär, wie Holstein-Trainer Tim Walter es erwartet hatte. Für ihn allerdings nicht nach Wunsch. Schon nach neun Sekunden lag der Ball im Netz der „Störche“. Gueye bestrafte einen schlimmen Abwehrfehler von Innenverteidiger Stefan Thesker, der den verletzten Dominik Schmidt vertrat. Es war das zweitschnellste Tor der Zweitliga-Historie. Am 5. Oktober 2007 benötigte Benjamin Siegert vom SV Wehen Wiesbaden nur acht Sekunden zum 1:0 bei der SpVgg Greuther Fürth. 

Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Schindler schloss einen prächtigen Spielzug nach Vorlage von Spielmacher Jae Sung Lee zum Ausgleich ab. Die Freude darüber war aber nur kurz, weil sich Jannik Dehm den nächsten Abwehrschnitzer der Holsteiner leistete und Klement zu dessen achten Saisontreffer einlud.

Kiels Moral ungebrochen

Die Kieler steckten aber auch den erneuten Rückschlag weg und waren in der Folge die spielbestimmende Mannschaft in einer rasanten Zweitliga-Begegnung. Dreimal zappelte der Ball in der ersten Halbzeit im gegnerischen Netz, aber zweimal Schindler und einmal sein Sturmpartner Janni Serra standen jeweils regelwidrig im Abseits.

Die Paderborner machten es besser. Zolinski hatte keine Mühe, die Führung der Hausherren noch vor der Pause auszubauen. Auch bei diesem Treffer war Kiels Keeper Kronholm machtlos.

Kiels Moral blieb ungebrochen. Und wurde belohnt. Innerhalb von zehn Minuten wendete Walters Abteilung Attacke das Blatt und hatte drei Punkte zum Greifen nah. Zolinski machte die Hoffnung darauf mit seinem zweiten Treffer in der Schlussminute der regulären Spielzeit zunichte.

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