Oldenburger SV überrascht als Vizemeister

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20. Juni 2011, 08:05 Uhr

Was war das für eine Saison für die Mannen am Schauenburger Platz? Die blutjunge Mannschaft von Trainer Andreas Brunner (im dritten Jahr) hatte vor der Saison keiner auf der Rechnung; die Konkurrenz aus Dornbreite und dem letztlich verdienten Meister aus Breitenfelde schien allzu übermächtig. Dass man gegen beide Flaggschiffe stolze zehn von möglichen zwölf Punkten holte, sagt aus, dass die Vizemeisterschaft kein reines Zufallsprodukt ist.

Mit einigen Veränderungen im Umfeld vor Saisonbeginn - mit dem emsigen Helge Panten wurde ein echter Glücksgriff als Ligachef inthronisiert - startete man in eine Saison der "Entwicklung", aus der beinahe eine Meistersaison wurde. Mehr als eine Hand voll talentierter Junioren stieg auf Anhieb in den Ligakader auf. Die sowieso schon junge OSV-Garde schien dem ein oder anderen Skeptiker auch am Schauenburger Platz, zu jung und unerfahren zu sein. Da glückte den Verantwortlichen kurz vor Toreschluss ein echter Transfercoup: Aus der Konkursmasse des bis in die C-Klasse verwaisten SV Heringsdorf kam Timo Rosenthal, der bereits unter Brunners berühmteren Bruder "Mecki" für die Oldenburger die Fußballschuhe schnürte. "Rosi" führte im Mittelfeld neben dem überragenden Mann, Philipp Nielsen, Regie und sorgte durch sieben Freistoßtore für einen Topwert der Liga. Nielsen selbst war der torgefährlichste Mittelfeldakteur der Liga und traf satte 20 mal ins gegnerische Netz. Zudem zählt Routinier Marc Gottorf weiterhin zu den Stützen im Team.

Ein Manko, welches vielleicht sogar den ganz großen Wurf am Ende verhinderte, waren zahlreiche Spiele, in denen in der Schlussphase ein Sieg her geschenkt wurde (Büchen und Ahrensburg). Auch die Tatsache, dass rekordverdächtige neun Feldverweise einkassiert werden mussten, wirkt etwas ernüchternd auf die Saisonbilanz, die dennoch fast nicht hätte besser ausfallen können.

Die Zukunft sieht auch für die kommende Saison positiv aus. Mit dem Rückkehrer Björn Wölk (SV Fehmarn), den talentierten Eric Prieß (TSV Lensahn), Kevin Grapengeter und Chris Bork (beide SV Neukirchen) konnten bereits vier starke Neuzugänge verpflichtet werden.

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