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Mitteilung von Borussia Dortmund : Offiziell: Mats Hummels will zu den Bayern

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Aus der Onlineredaktion

Der BVB teilt die Entscheidung mit und betont: Es gibt einen Vertrag bis 2017 und keine Ausstiegsklausel.

Mats Hummels will seinen Arbeitgeber Borussia Dortmund verlassen und im kommenden Jahr für den FC Bayern München spielen. Das teilte der BVB auf seiner Website mit. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke macht seine Entscheidung offenbar davon abhängig, wie viel Ablöse der Rekordmeister bereit ist zu zahlen.

Der FC Bayern München sichert sich seine nationale Vormachtstellung seit Jahrzehnten, indem er Ligakonkurrenten die Leistungsträger wegkauft. Die einzige Mannschaft, die sich sportlich dennoch in der Nähe der Bayern aufhält, ist der BVB - trotz der Abgänge von Mario Götze und Robert Lewandowski. Harte Kämpfe um die Deutsche Meisterschaft sind die Ausnahme geworden.

„Borussia Dortmunds Geschäftsführung hat … entschieden, einen solchen Wechsel davon abhängig zu machen, ob Bayern München Borussia Dortmund ein dem außerordentlichen Stellenwert des Spielers entsprechendes, äußerst werthaltiges Angebot unterbreiten wird”, heißt es auf bvb.de. Spekuliert wurde in den vergangenen Tagen über eine Ablösesumme von 30 Mio. Euro.  Das könnte Watzke aber zu wenig sein.

Kommt es zum Wechsel, würde Hummels nur noch höchstens vier Spiele für den BVB bestreiten. Das letzte wäre ausgerechnet das DFB-Pokalfinale am 21. Mai gegen die Bayern.

Der BVB weist darauf hin, dass Hummels noch einen Vertrag bis zum Ende der kommenden Saison hat und keine Ausstiegsklausel vereinbart wurde. Beim Wechsel von Robert Lewandowski vom BVB zu den Bayern haben die Dortmunder darauf bestanden, dass der Spieler den Vertrag voll erfüllt. Dann durfte Lewandowski wechseln, ohne dass Dortmund Geld für ihn bekam.

Spekuliert wird außerdem über ein Tauschgeschäft: Der BVB könnte für Hummels neben Geld auch Mario Götze bekommen, der vor zwei Jahren nach München wechselte, sich dort aber nicht durchsetzte. Götze hatte eine Ausstiegsklausel und durfte für 37 Mio. Euro gehen. Hummels ist wegen seines Wechsels an die Isar vor allem unter BVB-Ultra-Fans wegen seines vermeintlichen „Verrats“ aber nicht sonderlich beliebt.

Dass Hummels zu den Bayern wechseln will, ist seit dem Halbfinale des BVB gegen Berlin am 20. April ein offenes Geheimnis, Hummels hatte vor laufender Kamera berichtet, dass er vor einer schwierigen Entscheidung stehe und deshalb jede Nacht eine halbe Stunde weniger schlafe als üblich. In den folgenden Tagen berichteten dann Münchner Zeitungen, dass es dabei um den FC Bayern gehe.

Hummels ist in München aufgewachsen und hat beim FC Bayern alle Jugendmannschaften durchlaufen. Unter Trainer Jürgen Klinsmann wurde er 2008 aussortiert und zunächst nach Dortmund ausgeliehen, anschließend verkauft. Dort wurde er unter Jürgen Klopp Stammspieler in der Abwehr und ist heute absoluter Leistungsträger des Vereins. Er ist Mitglied der Weltmeister-Elf von 2014.

Neben Hummels laufen beim BVB 2017 weitere Verträge mit wichtigen Spielern aus: Ilkay Gündogan und Henrikh Mkhitaryan müssten ebenfalls in diesem Sommer verkauft werden, wenn sie nicht verlängern und noch Ablöse einbringen sollen. Im Falle Gündogyn besteht konkretes Interesse bei Manchester City. Linksverteidiger Marcel Schmelzer hatte dagegen erst jüngst um fünf Jahre verlängert.

Argument für Hummels, beim BVB zu bleiben, hätte das Schicksal von Mario Götze sein können. Darauf wird auch bei Twitter hingewiesen.

 

Auch international erregt die Meldung Aufsehen. Von dort wird an frühere Aussagen Hummels' erinnert, dass es ihm nicht so sehr um die Zahl der Meisterschaften gehe, die er in seiner Karriere gewinne.

Hinweis: Der Autor ist gebürtiger Dortmunder und in dieser Angelegenheit nicht neutral.

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erstellt am 28.Apr.2016 | 17:24 Uhr

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