Nielsen: "Disziplin muss zurückkehren"

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24. Januar 2011, 08:05 Uhr

Nach dem überraschend guten Saisonstart, der Fußball-Verbandsligist TSB Flensburg sogar an die Tabellenspitze brachte, gab es in den Monaten Oktober und November des vergangenen Jahres Niederlagen in Serie. Das ließ die Elf von Arno Nielsen bis auf den 13. Tabellenplatz abstürzen. Was bedeutet, dass die Fördestädter nur noch drei Punkte von den Abstiegsrängen entfernt sind. "Jetzt muss und wird dem Abwärtstrend entgegen gesteuert", gibt sich der Coach kämpferisch.

Die Gründe für den Absturz in die Abstiegszone sind für Nielsen eindeutig: "Wir haben uns durch häufiges undiszipliniertes Verhalten, mit Roten oder Gelb-Roten Karten, vielfach selbst geschadet und somit die Spiele letztlich verloren. Deshalb fordere ich von meinem Team endlich zur Disziplin zurück zu kehren, als kompakte Einheit, als Mannschaft aufzutreten, um die alte Stärke zurück zu gewinnen."

Spielerisch hat der TSB-Trainer seiner Mannschaft wenig vorzuwerfen, "da wir bis auf das 0:5 gegen den TSV Friedrichsberg die Spiele jeweils knapp verloren haben." Das ist sicherlich auch in der Tatsache geschuldet, dass die Abwehrarbeit stimmt. Martin Donner, Dennis Jäger, Janek Schmeling, Rexhap Kabashi und Björn "Bo" Andresen haben ihre Aufgabe überdurchschnittlich gut erfüllt. Auch im Mittelfeld gibt es keine großen Ansatzpunkte zur Kritik. Das größte Manko war der Torabschluss.

Vielleicht kann ja Neuzugang Florian Neumann, der vom Ligakonkurrenten Flensburg 08 II an die Eckenerstraße gewechselt ist, die Torflaute lindern. Gemeinsam mit Karim Djebbi, Kian Ghamari und Mark Rosenberg Nielsen wird er den Angriff bilden. Weitere Neuzugänge konnte der TSB-Coach noch nicht vermelden. "Aber wir haben noch bis Ende Januar Zeit, vielleicht den einen oder anderen Spieler noch zu holen. Die Gespräche laufen, allerdings sind noch keine Entscheidungen endgültig gefallen", sagt Nielsen.

Eine Entscheidung ist jedoch zum Leidwesen des Coaches gefallen. Björn Andresen wird die Mannschaft verlassen. Der 29-jährige studierte Pädagoge ist aus dem Ligakader ausgeschieden. Er hat eine Lehrerstelle in Hannover bekommen und wird somit ab der Rückrunde dem TSB nicht mehr zur Verfügung stehen. "Das ist natürlich ein gewaltiger Verlust für uns", meint Nielsen und rühmt die sehr positiven Eigenschaften des scheidenden Abwehrspieler, "weil er nicht nur sportlich, sondern vor allem auch menschlich in unserem Mannschaftsgefüge eine große Lücke reißt. Auf dem Platz war er für mich wie ein verlängerte Arm. Und auch ansonsten hat er sich vorbildlich in den Dienst der Mannschaft gestellt."

Die Vorbereitung hat beim TSB am 18. Januar begonnen. Neben der physischen Vorbereitung steht bei dem Coach auch die mentale Fixierung auf die Rückrunde auf dem Zettel. "Ich dulde keinen Schlendrian mehr. Diszipliniertes Auftreten, Kampfkraft und Zweikampfstärke fordere ich von jedem einzelnen Spieler, dann werden wir auch eine erfolgreiche Rückrunde spielen", ist Nielsen überzeugt.

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