zur Navigation springen

Mainz 05 gegen Hamburg : Neues vom HSV: Zwei Ex-Kollegen treffen aufeinander

vom

Vor allem für Mathenia wird es ein besonderes Spiel. Denn der 25-Jährige hat acht Jahre für die 05-er gespielt.

shz.de von
erstellt am 13.Okt.2017 | 11:34 Uhr

Hamburg | René Adler contra Christian Mathenia: Beim Gastspiel des Hamburger SV in Mainz kommt es erstmals zum Duell des langjährigen HSV-Stammkeepers mit dessen Nachfolger. Und während Adler sich in der beschaulichen Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz pudelwohl fühlt, ist der Trip in die Vergangenheit für Mathenia nicht nur mit schönen Erinnerungen verbunden. Denn die aktuelle Nummer 1 des HSV hat von 2006 bis 2014 im 05-Trikot zwar alle Jugendteams durchlaufen, aber nie ein Fußball-Bundesligaspiel bestritten. Am Samstag kommt er als Gegner zurück zu seinem Stammverein.

„Ich hatte mein ganzes Fußballerleben darauf hingearbeitet, für Mainz in der Bundesliga im Tor zu stehen. Ich war ja auch kurz davor. Aber dann entschied der damalige Trainer Thomas Tuchel, dass Loris Karius die Nase vorn hat“, sagte Mathenia dem „Hamburger Abendblatt“ dazu kürzlich. „Für mich ist da natürlich eine Welt zusammengebrochen.“

„Umso glücklicher“ ist der 25-Jährige jetzt, dass er sich nach seinem Wechsel von Darmstadt 98 nach Hamburg durchgesetzt hat. Trainer Markus Gisdol gab ihm vor dieser Saison den Vorzug vor dem mit großen Hoffnungen und immerhin 3,5 Millionen Euro Ablöse aus Kaiserslautern geholten U 21-Europameister Julian Pollersbeck. Denn im Gegensatz zum jungen Rivalen absolvierte Mathenia eine fehlerfreie Vorbereitung.

Und er hatte noch Kredit bei Gisdol nach seinen starken Leistungen im Saison-Endspurt, als er den verletzten Adler tadellos vertrat und maßgeblichen Anteil am Klassenverbleib hatte. „Christian spielt auch jetzt bis auf wenige Ausnahmen eine gute Saison“, urteilte der Coach.

Wie Adler hat er in sieben Spielen elf Gegentore kassiert. Dass er in Hannover (0:2) einen gebrauchten Tag erwischte und zumindest ein Tor verschuldete, gab er selbstkritisch zu - das brachte ihm Respekt ein.

Zum einstigen Rivalen Adler habe er wie auch jetzt zu Pollersbeck ein kollegiales, freundliches Verhältnis gehabt. Und er hat sich „total gefreut“, als er erfuhr, dass Ex-Nationaltorhüter Adler in der Liga bleibt und ausgerechnet nach Mainz geht. „Viele Leute mögen es als Rückschritt ansehen, wenn man aus einer Großstadt wie Hamburg ins beschauliche Mainz wechselt. Aber ich bin mir sicher, dass sich René trotz seiner Erfahrung dort noch mal weiterentwickeln kann.“

Stefan Wächter kennt beide Schlussmänner aus dem Effeff: Adler hatte er drei Jahre unter seinen Fittichen, Mathenia ist es jetzt in der zweiten Spielzeit. „Grundsätzlich muss man sagen, dass beide Teams im Tor top besetzt sind“, befand der HSV-Torwarttrainer diplomatisch.

Beide seien „unterschiedliche Typen: René ist der Filigrane, Chris der Fighter“, sagte er der „Hamburger Morgenpost“. Adlers Vorteil sieht er in der größeren Erfahrung, was über einen längeren Zeitraum ein Vorteil sein könne, für ein Spiel aber nicht entscheidend sei, relativierte der einstige Bundesliga-Torhüter. „1:0 wäre das perfekte Ergebnis“, sagte Wächter - und meinte einen Sieg seines aktuellen Schützlings über dessen Vorgänger mit dem großen Namen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen