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Abstiegskampf : Neues vom HSV: Trainingslager in Rotenburg vor Showdown gegen Wolfsburg

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Aus der Onlineredaktion

Noch vier Tage bis zum großen Spiel: Der HSV muss unbedingt gegen Wolfsburg gewinnen. Auch Malente ist ein Thema.

shz.de von
erstellt am 16.Mai.2017 | 16:23 Uhr

Hamburg | Die Acht steht für die Unendlichkeit – und mit dem achten Heimsieg in dieser Saison könnte der Bundesliga-Dino HSV seine ungebrochene Zugehörigkeit zum Fußball-Oberhaus für ein weiteres Jahr besiegeln. Gegen den VfL Wolfsburg (Samstag, 15.30 Uhr) steigt im Volkspark das direkte Duell um Platz 15. Sportchef Jens Todt erwartet „das emotionalste von vielen emotionalen Spielen im Volksparkstadion“. Denn nur ein Sieg gegen die Wölfe kann die Elf von Trainer Markus Gisdol vor der erneuten Relegationshürde bewahren. Der dritte Platz 16 in vier Jahren wäre den Hanseaten allerdings sicher. Und so wird es am Samstag immerhin keine Tränen geben.

Vor dem Showdown am letzten Spieltag der Saison werden viele Hebel betätigt. So geht es für die Mannschaft wie vor dem letzten Heimspiel gegen Mainz 05 (0:0)am Donnerstag ins Kurztrainingslager nach Rotenburg an der Wümme. Das Training dort wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Im Abstiegsendspurt vor zwei Jahren waren Ex-Trainer Bruno Labbadia und der HSV gleich zweimal in der legendären Sportschule Malente untergekommen. Der Abstieg konnte damals abgewendet werden.

 

Personell sieht es in Hamburg besser aus. Der in den letzten sechs Wochen schwer vermisste Vorbereiter Nicolai Müller und Mittelfeld-Mann Albin Ekdal (Muskelbündelriss) sind wieder voll zurück im Mannschaftstraining und wären für das vorläufige Finale am Samstag eine Option. Tempomacher Müller, der mit fünf Toren und sieben Vorlagen effektivste Hamburger, darf definitiv ran. „In unseren besten Spielen war er ein wichtiger Faktor“, freut sich Jens Todt mit dem wiedergenesenen Schützling.

Ob der angeschlagene Aaron Hunt gegen seinen Ex-Club für den Kader infrage kommt, ist noch offen. Einen kleinen Rückschlag gibt es bei Lewis Holtby. Der Mittelfeldspieler fehlte am Dienstag im Teamtraining und absolvierte eine Einheit im Kraftraum. Er hatte sich in der Partie gegen Schalke 04 (1:1) eine Fleischwunde auf dem Fuß zugezogen.

Das Interesse der Fans vor diesem Herzschlag-Duell ist natürlich groß. Die Ticketpreise am Schwarzmarkt für das möglicherweise letzte Bundesliga-Spiel des HSV fliegen dementsprechend in die Höhe. Der Club hat eine Warnung ausgesprochen, dass Eintrittskarten nur auf befugten Online-Plattformen gekauft werden sollten. Ansonsten könnten sie ungültig sein. „Gemäß unserer AGB ist der Verkauf von Tickets des HSV auf nicht autorisierten Plattformen untersagt und führt zur Stornierung selbiger“, sagte HSV-Ticketingleiter Kai Voerste dem Sportinformationsdienst.

Einen prominenten Fürsprecher hat der HSV in Form eines Ex-Wolfes. „Ich habe in der letzten Zeit immer gesagt, dass mir der HSV von allen Vereinen am nächsten liegt“, sagt Felix Magath, der aktuell bei Shandong Luneng in China arbeitet. Magath sieht die Hanseaten nach dem glücklichen 1:1 bei Schalke 04 im Vorteil: „Aus diesem glücklichen Moment, ein verloren geglaubtes Spiel noch auszugleichen, kann viel Kraft gezogen werden. Das wirkt sicher nach und spricht für den HSV.“ Wolfsburg dagegen habe lange nicht damit gerechnet, noch gegen den Abstieg spielen zu müssen.

Wahrscheinlichster Gegner des Bundesliga-16. in den Relegationsspielen wäre der derzeitige Zweitligadritte Eintracht Braunschweig – und damit Wolfsburgs Erzrivale. Im Falle eines HSV-Sieges würde es angesichts der Tabellensituation ziemlich wahrscheinlich zu solch einem Niedersachsen-Derby kommen.

<p>Fiete Arp jubelt über seinen siebten Turniertreffer.</p>

Fiete Arp jubelt über seinen siebten Turniertreffer.

Foto: imago/Pixsell

Während der HSV um seine Bundesliga-Existenz bangt, kommt einer seiner Jugendspieler bei der U-18-EM in Kroatien gerade groß raus. HSV-Nachwuchsstürmer Fiete Arp, der das Fußbalspielen beim SC Wahlstedt (Kreis Segeberg) erlernte, spielt am Dienstagabend (20.30 Uhr) gegen Spanien um den Einzug ins Finale. Das späte Tor des 17-Jährigen gegen die Niederlande hatte den deutschen Junioren den Einzug in die Vorrunde ermöglicht. Ob die Hamburger aber in Zukunft auf ihr Ausnahmetalent bauen können, ist fraglich. Der HSV hat Arps Verbleich zwar zur Chefsache erklärt, allerdings sollen bereits Borussia Dortmund und der FC Chelsea bei dem Torjäger angeklopft haben, der für die Hamburger U17-Auswahl 26 Treffer in 21 Partien erzielte.

(mit dpa)

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