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Wer kommt, wer geht? : Neues vom HSV: Todt glaubt an Brasilianer-Duo – 5,5 Millionen für Gregoritsch

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Aus der Onlineredaktion

An Michael Gregoritsch klebt ein mächtiges Preisschild, aber der Österreicher hat keine Lust mehr auf seine Jokerrolle.

Hamburg | Offizielle Neuzugänge kann HSV-Sportchef Jens Todt für die kommende Saison immer noch nicht präsentieren. Planen können er und Trainer Markus Gisdol aber mit dem fast sicheren Adler-Nachfolger Julian Pollersbeck sowie dem Abwehr-Eckpfeiler Kyriakos Papadopoulos, der fest von Bayer Leverkusen verpflichtet wird. Die dafür fälligen Transfersummen von zusammen zehn Millionen Euro sollen zum Teil durch Verkäufe kompensiert werden. Mit den brasilianischen Olympiasiegern Douglas Santos (23) und Walace (22) wird allerdings sportlich geplant – und nicht wirtschaftlich.

„Wir glauben an Douglas Santos und daran, dass er künftig bei uns eine gute Rolle spielen wird. Das Gleiche gilt auch für Walace“, sagte Sportdirektor Jens Todt der „Hamburger Morgenpost“. Beide teuren Direkt-Importe der letzten Saison (Walace im Winter, Santos im Sommer) hatten in der vergangenen Rückrunde keinen guten Stand unter Trainer Gisdol. Sie galten als Verkaufskandidaten, doch der Verein hat ihre fehlende Konstanz als eingewöhnungsbedingt verbucht und setzt auf eine Steigerung der jungen Spieler nach der Vorbereitung.

Abwanderungskandidaten gibt es im Sturm. Thies Bliemeister, der Berater von Michael Gregoritsch, hat bestätigt, dass es mehrere Angebote für den Österreicher gibt, der mit seiner Jokerrolle unzufrieden ist. An einen Verkauf ist laut einem Bericht der „Bild“ aber nur zu denken, wenn ein Verein erstens mindestens 5,5 Millionen Euro Ablöse zahlt – der aus Köln umworbene Bobby Wood seinen Vertrag in Hamburg unter Erhöhung seiner Ausstiegsklausel verlängert. 4,5 Millionen Euro soll der 1. FC Köln, der an beiden Spielern interessiert sein soll, für den 23-jährigen Österreicher Gregroritsch geboten haben – damit stieß FC-Manager Jörg Schmadke aber auf taube Ohren bei den von Investor Klaus-Michael Kühne unterstützten Hamburgern.

Wood könnte der FC mit seinen 35 Millionen aus dem anstehenden Verkauf von Anthony Modeste nach China recht einfach aus seinem Vertrag kaufen. Der US-Amerikaner hat eine Ausstiegsklausel über zwölf Millionen Euro.  „Die Gespräche sind von großer Offenheit, keiner versucht, den anderen hinters Licht zu führen. Das ist sehr angenehm“, sagt Todt der „Hamburger Morgenpost“, wohlwissend, dass es schwer wert, gegen die Europapokalteilnehmer aus der Domstadt anzukommen. „Wir sind weiter guten Mutes, dass Bobby bei uns bleibt“, sagt der Sportchef.

Wahrscheinlichster Neuzugang für die Offensive ist weiterhin der Mönchengladbacher André Hahn, dessen Willensstärke Todt zuletzt hervorhob. Der Vertrag des Offensiv-Allrounders in Gladbach läuft noch ein Jahr. Der 26-Jährige wurde beim HSV ausgebildet und stürmte zwischen 2008 und 2010 für die U19 sowie für die Amateurmannschaft der Rothosen.

Für Torhüter René Adler geht die Reise nicht wie geplant nach Westen, sondern in den Süden. Sechs Tage vor seinem Vertragsende in Hamburg unterschrieb der frühere Nationaltorwart beim FSV Mainz 05.

 
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erstellt am 23.Jun.2017 | 13:48 Uhr

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