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Wunschkandidat mit Doppelpack : Neues vom HSV: Freistoßgott Denswil lässt Todt und Gisdol staunen

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Aus der Onlineredaktion

Der Cheftrainer ist weg, die Spieler haben frei. Knapp 1000 Kilometer nordwestlich gibt es Wichtigeres zu tun.

Brügge/Hamburg | Jens Todt und Markus Gisdol hatten sich am Mittwoch per Privatjet vom Trainingslager im Tiroler Längenfeld nach Brügge aufgemacht, um ihrem Abwehr-Wunschkandidaten Stefano Denswil noch einmal genau auf die Füße zu schauen. Vor den Augen der ohnehin verpflichtungswilligen HSV-Entscheider wusste der Niederländer nicht nur als Defensivkünstler, sondern auch als doppelter Torschütze zu überzeugen. Gleich zwei Mal netzte der schussgewaltige Linksfuß beim Champions-League-Qualifikationsspiel im Jan-Breydel-Stadion gegen den türkischen Vizemeister Basaksehir vom ruhenden Ball ein. Erst zum 2:0 und in der 79. Minute zum wichtigen 3:3-Ausgleich, der dann auch der Endstand blieb.

Das macht die Verhandlungsposition für die Hamburger sicher nicht günstiger, die die vom FC Brügge geforderte Ablösesumme von sieben Millionen Euro auf sechs Millionen drücken möchten. Mehr will weder der Verein noch Gönner Klaus-Michael Kühne für den 24-jährigen Verteidiger aufbringen. Trainer und Sportchef waren hauptsächlich nach Brügge gekommen, um nach längeren Gesprächen mit Spielerberater Winny Haatrech nun mit Akteur und Verein direkte Verhandlungen aufzunehmen – in dem Bestreben, den Wunschtransfer möglichst im Schnellverfahren über die Bühne zu bringen. Über Ergebnisse der Verhandlungen – davon ist auszugehen – werden Todt und Gisdol die Öffentlichkeit nach ihrer Rückkehr ins Trainingslager am Donnerstagnachmittag unterrichten.

Die von der „Hamburger Morgenpost“ zitierten Worte von Brügges Club-Boss Vincent Mannaert klingen vielversprechend: „Im Fußball kann man immer verlassen werden! Ob es schlau ist, Denswil zu verkaufen? Es sind noch Verteidiger da. Das hängt davon ab, ob wir uns einigen können.“

Das Duell auf der Torhüterposition zwischen Christian Mathenia (25) und Julian Pollersbeck könnte nach den beiden Patzern des 22-jährigen Ex-Lauterers noch Brisanz annehmen. Auch wenn Gisdol betont, dass die Entscheidung noch offen ist, so hat Mathenia erstmal einen Satzball. Gegen Antalyaspor am Montag könnte er bei einer überzeugenden Leistung die Nase vorn haben. Am Donnerstag ist erstmal Trainingsfrei in Tirol.

 
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erstellt am 27.Jul.2017 | 11:23 Uhr

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