Bundesliga : Neues vom HSV: Dennis Diekmeier fehlt gegen Gladbach

Findet die sportliche Situation des HSV alles andere als schön: Verteidiger Dennis Diekmeier.
Findet die sportliche Situation des HSV alles andere als schön: Verteidiger Dennis Diekmeier.

Der HSV ist 16.und befindet sich laut Trainer Gisdol in einer gefährlichen Lage. Jetzt fällt auch noch sein Rechtsverteidiger aus.

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15. Dezember 2017, 12:44 Uhr

Hamburg | Markus Gisdol und die Profis des Hamburger SV befinden sich nach Ansicht des Trainers „in einer gefährlichen Situation“. Vor dem Freitag-Spiel der Fußball-Bundesliga bei Borussia Mönchengladbach (20.30 Uhr/ZDF/Eurosport) nimmt der HSV mit 15 Punkten Abstiegs-Relegationsplatz 16 ein. Das ist vor allem die Folge aus den zurückliegenden drei Begegnungen, in denen die Hamburger beim 1:2 gegen Eintracht Frankfurt und bei den torlosen Unentschieden gegen Wolfsburg und in Freiburg sieglos blieben.

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Am Freitag gab es dann auch noch schlechte Nachrichten von Dennis Diekmeier, der die aktuellen Platzierung der Hanseaten als „extrem zum Kotzen“ bezeichnet hatte. Der Rechtsverteidiger hat Oberschenkel-Probleme und fehlt dem HSV damit erstmals in dieser Saison. Gisdol muss damit umstellen. Für Diekmeier rückt Gotoku Sakai in die erste Elf.

Hahn soll die Offensive stärken

Weil zuletzt zudem in der Offensive die Durchschlagskraft fehlte, soll der ehemalige Mönchengladbacher André Hahn an alter Wirkungsstätte sein Comeback geben. „Ich sehe André wieder auf dem richtigen Weg“, sagte Gisdol über den Sechs-Millionen-Euro-Einkauf, der zuletzt am 28. Oktober in der Startelf stand. Hahn sei eine ernsthafte Option, betonte Gisdol.

Auch Vasilije Janjicic und Lewis Holtby sind in Gladbach nach langer Pause wieder am Start und werden wohl als Alternativen zunächst auf der Bank sitzen. Gisdol fordert, seine Elf müsse noch intensiver und noch konsequenter zu Werke gehen. „Und vielleicht auch unschöner spielen“ - mit Kampf sollen die drei Zähler her, mit denen der HSV zum Ende der Hinrunde noch auf die angestrebten 18 Punkte käme.

Auch die Borussia hat nach dem bemerkenswerten 2:1-Erfolg gegen Bayern München nicht mehr gewonnen. Diesem Sieg folgten ein 0:3 in Wolfsburg, ein 1:1 gegen Schalke und zuletzt das 0:1 beim SC Freiburg. Dennoch hält die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking als Tabellenachter mit 25 Zählern unmittelbaren Kontakt zu den Europacuprängen.

Neue Abläufe: Anreise erst am Freitag

Für die Borussia ist es das 50. Heimspiel in der Bundesliga gegen den HSV. Die Bilanz ist mit 22 Siegen, 15 Unentschieden und zwölf Niederlagen positiv. Allerdings liegt der letzte Borussia-Erfolg im Stadion an der Hennes-Weisweiler-Allee gegen die Hanseaten schon mehr als drei Jahre zurück: Am 24. September 2014 gab es ein 1:0.

Markus Gisdol will das Weihnachtsfest nicht schon wieder in der Abstiegszone der Fußball-Bundesliga feiern müssen. Deshalb ging der Coach des Hamburger SV vor dem letzten Spiel des Jahres Fragen nach einem Hinrunden-Fazit konsequent aus dem Weg.

„Ich beschäftige mich im Moment nur mit dem Mönchengladbach-Spiel“, betonte Gisdol, dessen Mannschaft im Vorjahr mit 13 Punkten als Tabellen-16. in die Winterpause gegangen war. Noch sei die Wunschvorgabe von HSV-Vorstandschef Heribert Bruchhagen „machbbar“, betonte der HSV-Trainer, dessen Team derzeit erneut den Relegationsrang einnimmt.

„Gefährlich an unserer Situation ist, dass wir besser als letztes Jahr spielen, aber nicht die Punkte einfahren, die wir mit unserer Leistung verdienen würden“, analysierte der 48-Jährige. Um in der bisher enttäuschend verlaufenen englischen Woche neue Reize zu setzen, hat der Trainer die Abläufe geändert. Der HSV reist erst am Spieltag per Charterflieger nach Gladbach.

Ex-Profi Jansen sieht HSV im Aufwind – und Bundesliga im Abschwung

„Dass deutsche Clubs gegen unbekannte Vereine in der Europa League nicht mal mehr bestehen können, ist kein gutes Zeugnis“, sagte der 32-jährige ehemalige Fußball-Profi Marcell Jansen. Weil neben seinem Ex-Club Hamburger SV „noch sechs, sieben andere Clubs“ im Abstiegskampf steckten, werfe das „kein gutes Licht auf die Bundesliga, die zuletzt extrem an Qualität eingebüßt hat“, sagte er der Zeitung „Welt“.

Eine der Ursachen für den jahrelangen Abstiegskampf der Hamburger seien Streitigkeiten in der Führung, die zu Substanzverlusten geführt hätten, meinte Jansen: „Die größten Fehler machst du immer, wenn du erfolgreich bist. Das war auch beim HSV der Fall. Die Streitigkeiten haben dazu geführt, dass die Verantwortlichen schließlich davongelaufen sind und der Verein auf der Strecke geblieben ist.“ Damit meinte er den Zwist zwischen dem früheren Vorstands-Vorsitzenden Bernd Hoffmann und Ex-Sportchef Dietmar Beiersdorfer.

Jansen sieht beim HSV jedoch Anzeichen für eine erfolgreichere Zukunft. Der gebürtige Mönchengladbacher nannte den Aufbau der Nachwuchsakademie, die Tabellenführung der U21-Mannschaft in der Regionalliga, Rang eins der A-Jugend in der Junioren-Bundesliga sowie die Nachwuchstalente Jann-Fiete Arp und Tatsuya Ito. „Da sind viele Weichen gestellt worden, aber das kommt im Abstiegskampf in der öffentlichen Wahrnehmung eben oft zu kurz“, sagte er. Der einstige Linksverteidiger bewirbt sich um einen Sitz im Aufsichtsrat des HSV. „Ich will mithelfen, dass der Verein wieder Freude verbreitet“, sagte er.

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