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Bundesligafußball 2017/18 : Neue Zeiten und Videobeweis: Was sich zur kommenden Bundesliga-Saison ändert

vom
Aus der Onlineredaktion

Der Pay-TV-Sender Sky bekommt Konkurrenz und vieles mehr ändert sich. Ein Überblick über die Neuerungen.

shz.de von
erstellt am 23.Mai.2017 | 13:17 Uhr

Osnabrück/Frankfurt | Die letzte Bundesligasaison ist kaum abgeschlossen, schon stehen die Änderungen zur nächsten Spielzeit fest. Bisher konnten sich Schiedsrichter nicht über ihr Honorar beklagen, ab der nächsten Saison gibt es noch mehr Geld obendrauf. Außerdem bekommen sie Unterstützung von weiblicher Seite: es wird die erste Schiedsrichterin im Oberhaus des deutschen Fußballs geben. Hier ein Überblick über die Neuerungen zur kommenden Bundesliga-Saison.

1. Videobeweis: Köln observiert

 
  Foto: Marcel Kusch

Im Supercup und in der ersten Liga sowie der Relegation soll der Videobeweis für weniger Fehlentscheidungen sorgen. In einem Studio in Köln sitzt unter anderen ein so genannter Video-Assistent, der sich Aufnahmen aus bis zu 17 Kamera-Perspektiven anschauen kann. In Absprache mit mindestens einem Supervisor weist er den Referee auf klare Fehler hin, der Schiedsrichter behält aber die letzte Entscheidung. Dabei können Szenen korrigiert werden, in denen es um erzielte Tore, Elfmeter, Platzverweise und die Verwechslung von Spielern geht.

 

2. Anstoßzeiten: Montag ist jetzt Werktag

Insgesamt drei neue Anstoßzeiten für die Bundesliga müssen sich die Fans merken. Fünfmal pro Saison findet eine Partie statt des Zweitliga-Spitzenspiels am Montag um 20.30 Uhr statt. Ebenfalls fünfmal wird am Sonntag bereits um 13.30 Uhr angestoßen. In diesen Wochen finden jeweils nur vier Spiele am Samstags-Stammtermin um 15.30 Uhr statt. Dauerhaft verschiebt sich das späte Sonntagsspiel um eine halbe Stunde nach hinten auf 18.00 Uhr.

 

3. TV-Übertragung: Sky ist nicht mehr allein

Foto: dpa

 

Der Großteil der Spiele ist weiterhin beim Pay-TV-Sender Sky zu sehen. Insgesamt 40 reguläre Spiele werden von Eurosport übertragen - 30 am Freitagabend und jeweils die fünf am Sonntagmittag und Montagabend. Außerdem sind die Relegationsspiele beim Sportsender zu sehen. Derzeit kann der Sender über Sky empfangen werden - aber ohne die Spiele aus dem deutschen Fußball-Oberhaus. Zumindest drei Partien, und damit eine mehr als bisher, werden im frei empfangbaren Fernsehen gezeigt. Am 1., 17. und 18. Spieltag überträgt das ZDF jeweils das Freitagabendspiel.

 

4. Schiedrichter: Mehr Frauen und mehr Geld

Foto: dpa

Als erste Schiedsrichterin wird Bibiana Steinhaus in der kommenden Saison pfeifen. Neben der 38-Jährigen steigen Martin Petersen, Sven Jablonski und Sören Storks in die Bundesliga auf. Wolfgang Stark, Günter Perl und Joachim Drees hören aus Altersgründen auf. Die Unparteiischen dürfen sich über gestiegene Honorare freuen - statt 3800 gibt es zukünftig 5000 Euro pro Einsatz. Auch die Grundgehälter wurden angehoben.

 

5. Trikotärmel: Kaufe mich wer will

Die Vereine können sich von der kommenden Saison an ihren Sponsoringpartner auf dem Ärmel selbst aussuchen. Bislang war dort bei allen Clubs das Werbe-Logo des Logistikdienstleisters Hermes zu sehen.

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