Fußball : Unvergessen in England: «Wembley-Tor» von Bloemfontein

Der Schuss von Frank Lampard landete klar im Tor. Der Treffer wurde nicht gegeben.
Der Schuss von Frank Lampard landete klar im Tor. Der Treffer wurde nicht gegeben.

Erinnern Sie sich noch an das «Wembley-Tor» von Bloemfontein? Die Engländer auf jeden Fall.

shz.de von
18. November 2013, 13:09 Uhr

Beim 4:1-Erfolg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft beim letzten Aufeinandertreffen mit den Three Lions bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika wüteten die Engländer nach ihrem Achtelfinal-K.o. über den «Torklau» im Free State Stadium von Bloemfontein.

44 Jahre nach dem legendären Wembley-Tor im WM-Finale 1966, das England gegen Deutschland den Titel einbrachte, beklagten sich die Engländer am 27. Juni 2010 zurecht über Schiedsrichter Jorge Larrionda aus Uruguay. Beim Schuss von Frank Lampard in der 38. Minute prallte der Ball von der Unterkante der Latte deutlich hinter der Torlinie auf. «Das Spiel wäre nach dem 2:2 völlig anders verlaufen», wetterte der damalige England-Coach Fabio Capello. «Shame on you, Ref!», brüllte David Beckham den Schiri in den Katakomben an.

«Ich habe bei dem Schuss von Lampard nur auf den Ball geschaut, ihn mir schnell geschnappt und weitergespielt», berichtete Manuel Neuer, der damals im deutschen Tor stand: «Wenn ich nach rechts und links geschaut hätte, hätte es sich der Schiedsrichter vielleicht überlegt.» Später, als er bei der Dopingkontrolle saß, konnte auch Neuer auf den TV-Schirmen sehen, «dass der Ball natürlich drin war».

England fühlte sich betrogen, Deutschland konnte nach den Toren von Miroslav Klose, Lukas Podolski und zweimal Thomas Müller jubeln. Bei der Weltmeisterschaft im kommenden Jahr soll die Torlinientechnik solche Irrtümer wie das «Wembley-Tor» von Bloemfontein ausschließen.

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