Fußball : U 21 ohne Chefcoach und Kapitän

Thomas Nörenberg vertritt den operierten Horst Hrubesch.
Thomas Nörenberg vertritt den operierten Horst Hrubesch.

Thomas Nörenberg ist in diesen Tagen ein vielbeschäftigter und gefragter Mann. Der Assistenztrainer der U 21-Nationalmannschaft steht nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Chefcoach Horst Hrubesch in der Verantwortung.

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14. November 2013, 13:08 Uhr

Nörenberg will mit dem Team in den nächsten beiden Spielen in Montenegro und Rumänien die vorzeitige Qualifikation für die Playoffs zur EM-Endrunde schaffen. «Natürlich ist das eine ungewöhnliche Situation, aber keine ungewohnte», sagte der 49 Jahre alte Fußballlehrer, der seinen langjährigen Cheftrainer schon einmal in einem Spiel bei der U 20-WM vertreten hat.

Nörenberg und Hrubesch arbeiten seit vielen Jahren zusammen, gewannen 2008 die U 19- und 2009 die U 21-EM. «Wir denken recht gleich, sonst würde das auch nicht schon zehn Jahre mit uns funktionieren», sagte Nörenberg der Nachrichtenagentur dpa. Während der Vorbereitungstage in der Sportschule Kaiserau haben er und Assistent Ralf Peter das Kommando über den 19-er Kader übernommen.

Dabei ist der nach einer Bandscheiben-OP noch pausierende Hrubesch stets im Bilde. «Wir haben jeden Tag Kontakt und tauschen uns aus. Aber vor Ort müssen wir die Entscheidung treffen. In den Spielen kann's auch heiß hergehen und dann können wir auch nicht zum Telefon greifen und fragen, was wir jetzt machen sollen», sagte Nörenberg. Natürlich habe man auch die Startformation abgesprochen, aber letztlich zählen die Eindrücke vor Ort. «Es kann kurzfristig immer noch etwas passieren, so dass wir dann auch eine andere Entscheidung treffen müssen. Und das erwartet der Chef auch von uns.»

Ambitionen auf eine eigene U-Mannschaft als Chefcoach hat Nörenberg nicht. «Für mich ist das keine Plattform. Für mich geht es darum, dass wir mit dieser Mannschaft Erfolg haben. Da bin ich persönlich völlig uninteressant», sagte der DFB-Coach.

Vor dem Abflug in die montenegrinische Hauptstadt Podgorica gab es für das Team, das die bisherigen vier Qualifikationsspiele gewann, eine Aufarbeitung der letzten Partie gegen die Färöer. Den 3:2-Sieg erzitterte sich die DFB-Auswahl in letzter Minute. «Wir haben konkret die Dinge angesprochen, die wir besser machen müssen», erklärte Nörenberg.

Verzichten muss der Hrubesch-Vertreter auf einige wichtige Akteuere wie Kapitän Kevin Volland, Leon Goretzka und Shkodran Mustafi. Dafür wurden Yunus Malli und Andre Hoffmann nachnominiert. Gerade der Ausfall von Volland wiegt schwer. Der Hoffenheimer Stürmer erzielte vier Treffer in den letzten drei Spielen und ist bester Torschütze des Teams.

Das Hinspiel gegen den Tabellenzweiten Montenegro hat die DFB-Auswahl mit 2:0 gewonnen. Bei einem Sieg im Rückspiel und einem Erfolg in Rumänien hat das Team das erste Etappenziel erreicht. «Wir wollen die Playoffs natürlich jetzt klar machen und diese beiden Spiele für uns entscheiden», fordert Nörenberg.

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