Sponsoren : Mercedes will Özil-Vorwürfe analysieren - Adidas hält Treue

Der Mercedes-Stern leuchtet vor dem Daimler-Firmensitz in Stuttgart.
Der Mercedes-Stern leuchtet vor dem Daimler-Firmensitz in Stuttgart.

Der DFB-Sponsor Mercedes-Benz will die Vorwürfe des zurückgetretenen Fußball-Nationalspielers Mesut Özil in Ruhe analysieren.

shz.de von
23. Juli 2018, 12:51 Uhr

«Mercedes-Benz ist seit über 40 Jahren Partner des DFB und der Nationalmannschaft, in guten wie in schlechten Zeiten», hieß es in einem am Sonntagabend veröffentlichten Statement von Daimler-Kommunikationschef Jörg Howe bei Twitter. «Wir werden uns die Vorwürfe von Mesut Özil gegenüber den Medien, dem DFB und den Sponsoren in Ruhe ansehen, bewerten und anschließend entscheiden.» Darüber hinaus wollte sich der Konzern bisher nicht äußern.

Özil hatte am Sonntag die Konsequenzen aus der Affäre um die umstrittenen Fotos mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan vor der WM gezogen. Dabei kritisierte er den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und vor allem dessen Präsidenten Reinhard Grindel, deutsche Medien und Sponsoren für ihren Umgang mit ihm scharf. Man habe ihn nach Erscheinen der Erdogan-Fotos aus einer Kampagne gestrichen und alle Werbeaktionen abgesagt, schrieb Özil mit Verweis auf Mercedes, aber ohne explizite Nennung des Namens.

Mercedes-Benz ist seit vielen Jahren Generalsponsor des DFB und der Nationalmannschaft, wird darin 2019 aber von Volkswagen abgelöst.

Der Sportartikelhersteller Adidas will Mesut Özil trotz seines Ausscheidens aus der Nationalmannschaft weiterhin unterstützen. «Wir bedauern, dass Mesut Özil nicht mehr für die deutsche Nationalmannschaft spielen wird. Als Markenbotschafter bleibt er selbstverständlich ein Mitglied der Adidas-Familie», teilte Adidas-Sprecher Oliver Brüggen mit. Özil hatte sich zuvor in seinem Statement sich ausdrücklich bei Adidas für die «äußerst loyale und großartige» Zusammenarbeit bedankt.

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