Nations-League-Auslosung : Löw: «Für uns alle sind das interessante Spiele»

Freut sich über die starken Gegner in der Nations League: Bundestrainer Joachim Löw.
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Freut sich über die starken Gegner in der Nations League: Bundestrainer Joachim Löw.

Deutschland trifft in der Nations League auf Frankreich und die Niederlande. Joachim Löw freut sich über starke Gegner. Top-Priorität hat für den Bundestrainer aber die WM im Sommer.

shz.de von
24. Januar 2018, 15:53 Uhr

Fragen an Bundestrainer Joachim Löw nach der Gruppenauslosung zur Nations League in Lausanne.

Frage: Sie wollten starke Gegner, die haben sie bekommen. Wie bewerten Sie die deutsche Gruppe in der Nations League?

Antwort: Endlich mal kein Losglück. Gott sei Dank. Das ist superinteressant. Die Niederlande und Frankreich sind Nachbarländer mit langer Fußballkultur und Fußballgeschichte. Für die Fans, für uns alle sind das interessante Spiele.

Frage: Es gab viel Kritik aus der Bundesliga an dem Wettbewerb. Wie schätzen Sie das Format ein?

Antwort: Ich glaube, die Nations League ist positiv. Es ist neu, aber das Wichtigste war, dass es nicht mehr Länderspiele sind, als es waren. Das ist die Voraussetzung, weil die Spieler am Limit mit ihrer Belastung sind. Weniger Testspiele und mehr Spiele unter Wettkampfcharakter finde ich gut. Die Leute wollen sehen, dass es um etwas geht, ob in der Bundesliga oder Champions League oder bei der Nationalmannschaft.

Frage: Haben Sie Sorge, dass Deutschland in dieser Gruppe sogar Letzter werden könnte und dann in der Nations League absteigt?

Antwort: Man kann absteigen. Das Wichtige ist aber, dass man sich für das nächste Turnier qualifiziert. Das steht im Vordergrund, nicht der Nations-League-Pokal. Es ist schön, wenn man da unter die letzten Vier kommt, aber Priorität haben die Turniere.

Frage: Wie stark Frankreich ist, haben sie beim 2:2 im November erlebt. Aber wie gut oder schlecht sind die Niederlande derzeit?

Antwort: Holland hat natürlich immer Weltklassefußballer gehabt. In Amsterdam oder Rotterdam zu spielen, war für uns immer wahnsinnig interessant, diese Nachbarschaftsduelle. Aber die letzten zwei, drei, vier Jahre waren sie nicht so erfolgreich. 2014 waren sie noch im WM-Halbfinale, haben nur im Elfmeterschießen verloren. Sie sind durch ein Tal gegangen, aber es würde uns alle freuen, wenn sie sich wieder für ein Turnier qualifizieren. Es ist nach wie vor eine Nation, die große Spieler ausbildet.

Frage: Sie bereiten sich gerade auf die WM vor. Welchen Raum nimmt die Nations League da überhaupt in ihren Gedanken ein?

Antwort: Die Nations League hat heute Morgen früh um sieben Uhr begonnen und sie endet, wenn ich nachher den Spielplan in den Händen halte. Dann endet sie bis Mitte Juli.

Frage: Wie weit sind sie mit den WM-Planungen?

Antwort: Wir sind schon einige Tage am Arbeiten, hatten Telefonkonferenzen, Workshops. Alle Gedanken gehen Richtung WM. Es macht Spaß, wenn man spürt, man arbeitet auf ein Ziel hin. Die WM ist das Allergrößte. Sie steht über allen anderen Wettbewerben.

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