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Flick spricht über Job als Sportdirektor

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Mainz (dpa) - Eigentlich wollte Hansi Flick nur über das neue Trainingssystem miCoach Elite sprechen, mit dem die deutschen Fußballstars fitgemacht werden für den Weg nach Brasilien.

Dann aber ging es nach dem Vortrag des Co-Trainers von Joachim Löw vor dem öffentlichen Training der Nationalmannschaft in Mainz mehr um seine Perspektiven als DFB-Sportdirektor. Flick, 48 und nun im achten Jahr der wichtigste Helfer des Bundestrainers, ist der Topkandidat auf den vakanten Posten im Verband. «Es hat mich stolz gemacht, dass die Anfrage da war», sagte der Löw-Assistent.

Eine schnelle Entscheidung über den Wechsel von der Trainerbank in den Direktorensessel schloss Flick aus. «Es ist klar, dass ich bei allen positiven Ratschlägen alleine entscheide. Für mich ist erstmal wichtig, das Spiel gegen Paraguay zu absolvieren und die WM-Qualifikation in trockene Tücher zu bringen», sagte der gebürtige Heidelberger, während im Hintergrund auf einer Leinwand für miCoach Elite geworben wurde. Flick ist in der sportlichen Leitung des Nationalteams der Spezialist für die Trainingsinhalte.

Sein Chef Löw hatte in der vergangenen Woche deutlich gemacht, dass er am liebsten mit dem Spezialisten Flick noch in die WM 2014 in Brasilien gehen würde - und auch der Wechselwillige sieht das wohl als Voraussetzung. «Mir macht die Arbeit in dem Team wahnsinnig viel Spaß. Wir haben eine Riesenchance. Die Voraussetzungen sind gut. Es ist klar, dass ich meinen Beitrag leisten möchte», sagte Flick zu den WM-Perspektiven. «Die Dinge sind klar angesprochen», bemerkte der einstige Profi des FC Bayern und des 1. FC Köln.

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hatte angekündigt, möglichst bis zum DFB-Bundestag am 24. und 25. Oktober in Nürnberg eine Lösung für die Besetzung des Sportdirektor-Postens präsentieren zu wollen. «Es liegt beim DFB, ich halte mich zurück. Da ist noch so vieles abzuklären», sagte Flick. Löw würde seinem Vertrauten zwar keine Steine in den Weg legen, sollte der Verband auf einen früheren Wechsel drängen. «Grundsätzlich aber bin ich der Meinung, dass beides, Sportdirektor und Assistent, nicht geht», stellte der Bundestrainer klar.

So bleibt vor allem der DFB in der Zwickmühle. Gut möglich, dass Verbandschef Niersbach gleich die ganz große Lösung präsentieren will, wenn im September oder spätestens im Oktober die WM-Tickets endgültig gesichert sein sollen. Die würde eine Verlängerung mit Chefcoach Löw über die WM 2014 hinaus ebenso beinhalten wie die Zukunft von Flick und Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff.

Für U-21-Trainer Horst Hrubesch wäre Flick als neuer Sportdirektor «die Idealbesetzung», betonte der einstige Hamburger Torjäger. «Es würde passen. Es wäre auch kein Problem, auf den Hansi zu warten, bis die WM vorbei ist», erklärte Hrubesch und lieferte auch noch die Begründung: «Jeder andere, der von außen kommt, braucht ein oder zwei Jahre, um die ganze Maschinerie kennenzulernen. Hansi Flick hat den Vorteil, dass er alles kennt.»

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erstellt am 12.Aug.2013 | 06:33 Uhr

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