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Fußball : EM 2020 als Pan-Europa-Turnier

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Durch die Aufstockung der EM-Endrunde von 16 auf 24 Mannschaften hat sich die UEFA selbst ein Problem kreiert. Nur noch wenige große Nationen sind in der Lage, die Endrunde mit nun 51 Partien zu organisieren.

shz.de von
erstellt am 29.Aug.2013 | 13:41 Uhr

Auch deshalb kam UEFA-Präsident Michel Platini im Vorjahr wohl die Idee, das übernächste Turnier als Pan-Europa-Veranstaltung zu organisieren.

In 13 Städten in 13 Ländern wird die EM 2020 nun stattfinden. Zwölf Länder bekommen den Zuschlag für je drei Gruppen- und ein K.o.-Spiel, ein Bewerber darf sich über beide Halbfinals und das Endspiel freuen. So können vorhandene Stadien genutzt und Infrastrukturkosten gedeckelt werden. Große Nationen wie Deutschland, England, Spanien und Italien können mit Sicherheit davon ausgehen, zu den EM-Gastgebern zu gehören.

Das DFB-Präsidium entscheidet nun, ob Berlin oder München als Kandidat ins Rennen gehen soll. Bis zum 11. September müssen die Unterlagen bei der UEFA vorliegen. Die entscheidet ein Jahr später über die Ausrichterstädte.

Bekommt Istanbul am 7. September den Zuschlag für die Olympischen Spiele 2020, gilt Deutschland als ein Favorit für das EM-Final-Paket. Geht die türkische Metropole bei der Olympia-Vergabe leer aus, wird der DFB keine Bewerbung für das Endspiel abgeben und die Türken unterstützen. Diese hatten bei der EM-Vergabe für 2016 denkbar knapp gegen Frankreich verloren. Damals war der DFB aus sportpolitischen Gründen den Franzosen verpflichtet gewesen.

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat bereits angedeutet, dass auch eine Bewerbung um das ganze Turnier 2024 eine Option wäre. Der UEFA wäre das sicher recht. Deutschland wäre in der Lage, die neue Mammut-EM allein zu organisieren.

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