2:1 gegen Saudi-Arabien : Die deutsche Nationalmannschaft in der Einzelkritik

Torwart Manuel Neuer war im zweiten Spiel nach seinem Comeback wenig gefordert.
Torwart Manuel Neuer war im zweiten Spiel nach seinem Comeback wenig gefordert.

Neuer: Szenenapplaus für Jonglieren am Ball (19.). Auch als Libero im Einsatz (21.). Im zweiten Spiel nach Comeback nicht gefordert.

shz.de von
08. Juni 2018, 21:32 Uhr

Kimmich: Super Vorarbeit vorm 1:0, auch am zweiten Tor beteiligt. Nach schlechtem Österreich-Test mit vielen gute Offensivszenen.

Boateng: Nach sechs Wochen Pause ein dankbarer Gegner fürs WM-Warmup. Am Feintuning muss er arbeiten, lange Bälle kamen schon wieder an.

Hummels: Stark im Aufbau, verhinderte defensiv Großchance (35.). Mit der Abwehrarbeit der Mannschaft war er sichtbar nicht einverstanden.

Hector: Nutzte seine Räume kaum für Impulse. Legte nach der Pause für Draxler auf. Riesenfehlpass (82.). Der Kölner muss sich steigern.

Khedira: Dynamisch und spritzig im 75. Länderspiel. Ein Schuss ging knapp vorbei, nach Reus-Flanke traf er volley den Pfosten (37.). Nach seinem Zweikampf gab's Elfmeter (83.).

Kroos: Umsichtiger Ballverteiler und Taktgeber. Die Standards haben noch nicht WM-Präzision. Gut im Duett mit Khedira, defensiv zu lasch.

Müller: Zunächst mit großer Streuung, dann entscheidend am Eigentor zum 2:0 beteiligt. Scheiterte mehrmals am guten Saudi-Keeper.

Draxler: Brachte vom linken Flügel viele gute Ideen ins Spiel. Beim Schuss fehlte nicht viel zum 3:0 (50.). Zündete noch nicht ganz.

Reus: War der erhoffte Spielbeschleuniger. Legte stark bei Führung auf Werner ab, traf selbst den Pfosten (11.). Kann WM-Trumpf werden.

Werner: Bei seinem 8. Länderspieltor eiskalt im Abschluss. Mit viel Tempo und Spielfreude in der Spitze. Harmoniert glänzend mit Reus.

Ter Stegen: Die Nummer 2 für die WM glänzte mit pariertem Elfmeter, beim Nachschuss allein gelassen. Wie Neuer ein guter Spieleröffner.

Süle: Löste Boateng nach der Pause im Abwehrzentrum ab, wurde einige Male defensiv gebraucht. Bisweilen ungenau im Aufbauspiel.

Gündogan: Nach der Einwechslung für Reus lautstark mit Pfiffen bedacht, auch bei Ballkontakten. War fast zum 3:0 erfolgreich (59.).

Gomez: Kam für den früher auch oft ausgepfiffenen und jetzt bejubelten Werner. Arbeitete im 75. Länderspiel viel fürs Team.

Brandt: Wurde in der Schlussviertelstunde für Müller gebracht. Im Heim-Länderspiel hätte der Leverkusener beinahe getroffen (76.).

Ginter: Als Backup für den rechten Flügel durfte sich der Gladbacher noch zehn Minuten für die WM warmlaufen.

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