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DFB-Arzt Meyer: «Topspieler unter hoher Kontrolldichte»

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Berlin (dpa) - DFB-Arzt Tim Meyer hat die Kritik an der geringen Anzahl der jüngst eingeführten Blutkontrollen im deutschen Fußball zurückgewiesen.

shz.de von
erstellt am 15.Aug.2013 | 04:44 Uhr

Berlin (dpa) - DFB-Arzt Tim Meyer hat die Kritik an der geringen Anzahl der jüngst eingeführten Blutkontrollen im deutschen Fußball zurückgewiesen.

«Seit dieser Saison werden anteilig auch Blutproben genommen. Die genaue Terminierung der Kontrollen und die Wahl der Kontrollart obliegt der NADA. Zusätzlich führen UEFA und FIFA weitere Kontrollen durch, etwa in Begleitung der Champions League und der Welt- und Europameisterschaften. Die Topspieler in Deutschland stehen durchaus unter hoher Kontrolldichte», sagte Meyer, der die Nationalmannschaft bei der WM 2014 in Brasilien ärztlich betreuen soll, im Interview bei «dfb.de».

Laut Meyer müsse im Vergleich zu Ausdauersportarten wie Radsport oder Leichtathletik unterschieden werden. Durch die regelmäßigen Spiele sei eine Wettkampfkontrolle auch eine Kontrolle der letzten Trainingstage, ergänzte Meyer. DFB und NADA hatten sich jüngst auf eine Einführung von Blutkontrollen geeinigt. Bei 15 Prozent der 500 Trainingskontrollen wird die NADA bei den Spielern Blut abzapfen.

Die Kontrollen verteilen sich auf alle Teams aus Bundesliga, 2. Liga sowie die A-Nationalmannschaft und alle Juniorenteams des DFB. Im Schnitt muss jeder der 36 Profivereine also mit weniger als zwei Besuchen der NADA-Tester rechnen, bei denen auch Bluttests vorgenommen werden.

Die Einführung eines Blutpasses hält Meyer nicht für sinnvoll. «Diese Profile zielen ausschließlich auf Ausdauer-Doping, also auf EPO oder Blutdoping. Uns scheinen aber anabol wirksame Substanzen nach wie vor die im Fußball wahrscheinlichste Klasse von Dopingmitteln, die eingesetzt werden könnten», ergänzte der Arzt.

Interview auf «dfb.de»

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