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Comeback für Hrubesch: U-21-Coach will zu Olympia

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erstellt am 12.Aug.2013 | 04:00 Uhr

Frankfurt/Main (dpa) - Auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio setzt U-21-Trainer Horst Hrubesch auf eine harmonische Zusammenarbeit mit Bundestrainer Joachim Löw und dessen Assistenten Hansi Flick als neuen Sportdirektor.

«Er ist die Idealbesetzung. Es würde passen. Es wäre auch kein Problem, auf den Hansi zu warten, bis die WM vorbei ist. Jeder andere, der von außen kommt, braucht ein oder zwei Jahre, um die ganze Maschinerie kennenzulernen. Hansi Flick hat den Vorteil, dass er alles kennt», sagte Hrubesch in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa zur derzeit wichtigsten Personalfrage im Deutschen Fußball-Bund (DFB).

Mit dem Länderspiel gegen Frankreich an diesem Dienstag (20.30 Uhr) in Freiburg startet Hrubesch in seine zweite Amtszeit als Coach des deutschen Fußball-Nachwuchses, den er nach dem EM-Titel 2009 erstmals seit 28 Jahren wieder zu Sommerspielen führen will. «Woran wir uns messen lassen müssen, ist Olympia», verkündete der 62-Jährige zum Dienstantritt das Fernziel. Dafür muss bei der EM 2015 mindestens der dritte Platz her.

Das dies kein Zuckerschlecken wird, weiß der Europameister von 1980 nur zu gut. Gleich zu seinem Comeback ereilten Hrubesch drei kurzfristige Absagen. Torwart Marc-André ter Stegen und Angreifer Kevin Volland fallen wegen muskulärer Probleme aus, Defensivmann Robin Knoche musste wegen einer Gürtelrose passen. Ein Vorgeschmack auf kommende Zeiten, denn seinen Wunschkader wird Hrubesch wohl nur selten beisammen haben.

Hrubesch wollte die Erwartungen an den Neustart nach dem desaströsen Vorrunden-Aus bei der EM, nach der Vorgänger Rainer Adrion den Job verloren hatte, daher nicht zu hoch hängen. «Wir müssen aus dem Frankreich-Spiel die Lehren ziehen, egal ob wir gewinnen oder verlieren. Wichtig ist, dass wir noch mal was probieren können, denn danach haben wir nur noch Qualifikationsspiele», betonte er.

In der EM-Ausscheidung bekommt es die U 21 mit Faröer, Irland, Montenegro und Rumänien zu tun. «Das werden keine Mannschaften sein, die mit uns auf Augenhöhe spielen. Die werden schön den Laden zumachen. Da müssen wir in der Lage sein, diese Mannschaften auseinander zu spielen und zu gewinnen», blickte Hrubesch voraus.

Größten Wert legt er auf den Charakter seiner Spieler. «Was ich einfordern werde, ist Mentalität. Die Jungs müssen den Job leben», verkündete Hrubesch. Die Jung-Profis müssten eine Schippe drauflegen und alles geben, um sich für Olympia zu qualifizieren. «Man kann von diesem großen Ziel träumen, aber die Arbeit muss man vorher machen», betonte der Coach. Um für die Aufgaben bestens gewappnet zu sein, setzt er auf die volle Rückendeckung im Verband. «Wir stehen in engem Kontakt. Die U 21 ist ein wichtiger Unterbau für die Nationalmannschaft. Wir werden eng zusammenarbeiten», versicherte Bundestrainer Löw. Zuletzt war dies nicht immer der Fall gewesen. Hrubesch hat jedoch keine Bedenken: «Es wird keine Probleme geben. Ich denke, wir liegen auf der gleichen Welle. Wir haben die volle Unterstützung.»

Die erhofft er sich auch vom künftigen Sportdirektor. «Die Philosophie von oben ist klar, die bekommen wir mit. Entscheidend ist, dass es auch auf sportlicher Linie überhaupt keine Probleme gibt. Es kommt darauf an, die hohe Qualität unserer Trainer zu bündeln. Wir müssen ja nichts neu erfinden. Deswegen wünsche ich mir, dass dies der Weg ist», sagte Hrubesch.

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