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Länderspiel gegen England : Berlin: 1500 Polizisten sichern das Olympiastadion

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Erhöhte Polizeipräsenz und enger Kontakt zu den Sicherheitsbehörden: Nach der Absage von Hannover soll die Fußball-Nationalmannschaft in Berlin spielen können - trotz des Terrors in Brüssel.

shz.de von
erstellt am 26.Mär.2016 | 17:26 Uhr

Berlin | Unter hohen Sicherheitsmaßnahmen trifft die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Samstag (20.45 Uhr) im ersten Länderspiel des Jahres auf England. Das Freundschaftsspiel im ausverkauften Berliner Olympiastadion soll nach dem jüngsten Stand trotz der Terroranschläge von Brüssel stattfinden - mit erhöhter Polizeipräsenz. 1500 Beamte werden im Einsatz sein.

Im November 2015 wurde ein Spiel der Nationalmannschaft in Hannover wegen konkreter Terrordrohungen abgesagt. Innenminister Thomas de Maiziere sagte damals: „Ein Teil der Antworten würde die Bevölkerung verunsichern.“

Es gebe keine neuen Erkenntnisse zur Gefährdungslage, erklärte ein Sprecher der Bundespolizei am Freitag. „Wir hoffen auf ein friedliches Fußballfest“, so ein Sprecher der Berliner Polizei.

Die Polizei bat Besucher, rechtzeitig zu kommen. Für die Einlasskontrollen wurden Zelte vor den Stadioneingängen aufgestellt. Der Innenbereich des Stadions sollte vor Einlassbeginn um 18.45 Uhr mit Sprengstoffspürhunden abgesucht werden.

Die ersten englischen Anhänger waren bereits am Freitag anreist. In großen Gruppen versammelten sie sich Redlich zufolge auch am Samstag zunächst nicht, stattdessen schauten sich viele die Stadt an. In der Nacht habe die Polizei zweimal bei Streitigkeiten zwischen Fußballfans einschreiten müssen. Größere Zwischenfälle habe es aber nicht gegeben. Es seien mehr Streifen als üblich unterwegs.

Das bislang letzte Spiel der deutschen Nationalmannschaft war bei den Anschlägen von Paris am 13. November vergangenen Jahres Ziel von Terroristen, die aber nicht ins Stade de France in Saint-Denis gelangten.

„Wir leben in einer potenziellen Gefahrenlage im Moment“, sagte Bundestrainer Joachim Löw. Nach dem Ausfall von Kapitän Bastian Schweinsteiger, der sich im Training erneut am rechten Knie verletzt hatte, stehen Löw noch 25 Spieler zur Verfügung. Im Angriff darf Mario Gomez beginnen, verriet der Bundestrainer vorab. Er erhofft sich von der Partie gegen den Weltmeister von 1966 wertvolle Erkenntnisse Richtung EM.

In Sicherheitskreisen hieß es am Freitag, es gebe derzeit keine Hinweise, die eine Absage erforderlich machten. An der Lage habe sich nichts geändert. Bei Terroranschlägen auf dem Flughafen und in einer Metro-Station von Brüssel waren am Dienstag mindestens 31 Menschen ums Leben gekommen, rund 300 andere wurden verletzt.

Die Bundespolizei will das Spiel im Olympiastadion dem Sprecher zufolge auch mit Blick auf die Ereignisse in Brüssel mit besonderer Wachsamkeit und „unterstützenden Einheiten“ begleiten. Eine Größenordnung nannte er nicht. Als große Anlaufstellen stünden etwa der Bahnhof Zoo, der Alexanderplatz und natürlich das Olympiastadion im Fokus. Auch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) betonten, ihre Mitarbeiter seien besonders sensibilisiert.

Bei der Berliner Polizei hieß es: „Wir sind gut aufgestellt.“ Die Situation werde ständig neu bewertet. Es gebe einen engen Kontakt zu den Sicherheitsbehörden. Erst am Tag des Länderspiels werde auch feststehen, wie viele Polizisten eingesetzt werden.

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