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Fußball : 1:0-Spezialist Klose bleibt WM-Trumpf

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Der Müller-Rekord ist eingestellt. Doch Miroslav Klose wird noch von einer anderen Motivation getrieben. Im Fußball-Traumland Brasilien möchte der rastlose Miro 2014 nicht nur seine vierte Weltmeisterschaft erleben, er will auch Superstar Ronaldo als ewigen WM-Rekordschützen ablösen.

Der Brasilianer hatte in seiner Karriere 15 WM-Treffer erzielt, Klose steht bei 14. «In dieser Form ist der Miro für die Mannschaft wahnsinnig wichtig», betonte Bundestrainer Joachim Löw. Klose bleibt ein WM-Trumpf.

23 Mal hat der gebürtige Pole das 1:0 für Deutschland erzielt, eine ganz besondere Qualität. In der Rubrik hat er auch den «Bomber» Gerd Müller (18x) und Rudi Völler (18x) schon überflügelt. «Noch ist er ja nicht vorbei, oder?», meinte Thomas Müller auf die Frage, ob er mit Klose etwas dafür ausgemacht habe, dass er diesem den historischen Treffer aufgelegt hatte. «Jetzt geht es weiter», sagte Klose selbst. Schon gegen den Fußball-Zwerg Färöer könnte er mit dem 69. Tor alleiniger deutscher Rekordschütze werden.

«Für Miro persönlich ist das wahnsinnig erfreulich gewesen, dass es heute hier passiert ist. In München hat er ein paar Jahre gespielt. Und jetzt kommt das Thema nicht immer wieder vor den Spielen auf», sagte Löw zu seinem Oldie. «Ich glaube, das Geheimnis sind seine Professionalität und sein Kopf. Seine größte Stärke ist sein Wille, auf diesem hohen Niveau zu bleiben und nicht nachzulassen», bemerkte Löw weiter.

Gerade Kloses 1:0-Türöffner beim 3:0 der DFB-Elf gegen Österreich zeigte die außergewöhnliche Qualität des Mittelstürmers auf, auch wenn der 35-Jährige später einräumte: «Der Abwehrspieler schießt mich glücklicherweise an.» Der Wahl-Italiener von Lazio Rom ging nach der scharfen Eingabe von Thomas Müller genau dort hin, wo ein Knipser stehen muss. «Es war ein wichtiges Tor zum 1:0, das hat die Gegenwehr von Österreich auch ein bisschen gebrochen», betonte Löw.

Nur auf den berühmten Salto-Jubel verzichtete der 35-jährige Klose in der Allianz Arena. «Sie wissen schon, welches Geburtsjahr ich bin?», antwortete der Stürmer einem TV-Reporter: «Das ist schon länger her, dass ich das gemacht habe. Ich lass' das lieber.»

Es sei nun aber «viel schwieriger als vor sieben, acht Jahren», das höchste Niveau zu halten, gestand Klose. Stabilisation und Rehabilitation stehen ganz oben in seinem Trainingskalender. «Ich habe schon immer viel für den Fußball gemacht. Früher habe ich keinen Alkohol getrunken. Jetzt, sage ich mal, wenig», erzählte Klose mit einem Lächeln. Nach dem Österreich-Spiel musste er seine Wade behandeln lassen, auf die er einen Schlag bekommen hatte.

Auf eine Stufe mit Gerd Müller will sich der Stürmer von Lazio Rom weiterhin nicht stellen, «nur weil ich nun die gleiche Zahl an Toren geschossen haben». Müller habe schließlich seine Treffer in der Hälfte der Spiele erzielt. Der einstige «Bomber der Nation» schoss seine 68 Tore in nur 62 Länderspielen. Klose benötigte zur Egalisierung der 39 Jahre alten Bestmarke 129 Einsätze im DFB-Team.

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erstellt am 08.Sep.2013 | 11:41 Uhr

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