zur Navigation springen

EM 2016 : Nationalmannschaft: Die Arroganz des Verlierers

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ein WM-Titel ist keine Garantie für Erfolge auf Lebenszeit. Eine Kolumne zur Lage der Nationalmannschaft von Jürgen Muhl.

Deutschland sei die klar bessere Mannschaft gewesen. Und überhaupt – es fehlten ja einige Stammspieler. Wozu die ganze Aufregung also? Die Erklärungen des Bundestrainers und der deutschen Nationalspieler nach dem peinlichen 0:2 gegen Polen zeugen von einem Realitätsverlust, der aus einer gefährlichen Mischung aus Selbstüberschätzung und Arroganz resultiert. Ein WM-Titel ist keine Garantie für Erfolge auf Lebenszeit. Zwei Niederlagen in den ersten drei Spielen nach dem Triumph von Brasilien sowie der 2:1-Stotterstart in der EM-Qualifikation gegen die Schotten sollten Löw die Augen öffnen, auch wenn das Ticket für die Europameisterschaft 2016 angesichts des neuen Modus kaum zu verspielen ist.

Siege über die Fußball-Zwerge Irland, Georgien und Gibraltar werden Deutschland retten. Was aber nichts daran ändert, dass einiges falsch läuft. Wie das Dauer-Experiment mit der falschen Neun, die in Gestalt von Götze im WM-Finale noch gefeiert wurde. Plötzlich funktioniert diese Nummer nicht mehr. Wie auch die Besetzung der Außen in der Viererkette mit Erik Durm und Antonio Rüdiger. Hier fehlt es an Qualität. Und dann wäre noch die Kleiderordnung auf der Trainerbank. Löw und sein Intimus Hansi Flick pflegten den Ton-in-Ton-Auftritt. Flicks Nachfolger Thomas Schneider wählte ein anderes blau. Wie blauäugig doch nur.

zur Startseite

von
erstellt am 13.Okt.2014 | 09:40 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen